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Leserbrief

«Weitblick für eine Vision fehlt»

Kurt Alois Kind,Postfach 112, Eschen | 20. Februar 2019

Zum Leserbrief von Werner Schädler, erschienen im «Volksblatt» vom 18. Februar:
Lieber Werner Schädler,
danke für deinen Leserbrief. Damals war geplant, das Landesspital «im Gamander» in Schaan zu bauen. Vaduz hat mit 8 Millionen Franken schon vor Jahrzehnten die Politiker bestochen, das Spital in Vaduz zu bauen. Heute sind wir genauso weit.
Sie, liebe Liechtensteiner, müssen nur nach Fläsch fahren und die «Klinik Gut» (mit 24 Betten) anschauen, um zu sehen, was ein würdiger Spitalplatz ist. Wenn man damals das Spital im Gamander gebaut hätte, wäre links und rechts der Plankner Strasse genug Erweiterungsplatz für die Zukunft gewesen. Und jetzt tappt man wieder blindlings in die materialistisch denkende «Geld-Falle», anstelle logisch und praktisch zu denken. Was ich aufzeigen will, ist, dass das Verhältnis von den damals zur Verfügung gestellten 8 Millionen Franken zu den heutigen 7 Millionen Franken überhaupt nicht stimmt. Dieser Spitalfonds soll für die Verwirklichung des Geriatriezentrums im aktuellen Landesspital verwendet werden.
Zu den 400 Millionen: In einem früheren Leserbrief (online abrufbar: 21. Juni 2018 im «Volksblatt») habe ich schon angeführt, dass das Geld für Spitalbau und zweckgebundene Sozialleistungen verwendet werden soll. Es ist auch klar, dass meine Kolibri-Vision ein Gesamtprojekt ist, das je nach finanzieller Möglichkeit über Jahre nach und nach erweitert wird. Wobei der Standort auch in Schaan oder Triesen etc. sein kann. Die verwalteten Vermögen sämtlicher Anleger von über 500 Milliarden Franken (0,8 Promille = 400 Millionen Franken) sind virtuell gesehen etwa 3000 Bauernhöfe, die unser Land hätte. Früher wurden selbstverständlich alle auf dem Bauernhof (Nana, Neni, Urnana, Enkelkinder ...) mit «durchgefüttert». Das heisst, dass bei 3000 Bauernhöfen zumindest 10 000 Personen gratis leben konnten. Dieser Personenkreis musste keine Krankenkasse bezahlen. Dies zu erreichen, ist gerecht. Oder zumindest, dass für Personen über 50 Jahre in Liechtenstein ein Pauschalbetrag von nur 100 Franken eingefordert wird.
Was dem Liechtensteiner Politiker aus meiner Sicht fehlt, ist der Weitblick für eine Vision. Sobald man in anderen Nachbarländern Stadt- oder Gesundheitsplanung betrachtet, sieht man unsere Situation mit offeneren Augen an. Dann ist Platz für Visionen, die umsetzbar sind.
Lieber Werner Schädler, es ist wirklich elendiglich peinlich für ausländische Gäste, wenn sie lesen müssen, wie unfähig unsere Regierung an das Spitalprojekt rangeht, während die Klinik Gut vor der Haustüre mehrere Kliniken zwischen Chur und Sargans aufgebaut hat!

Kurt Alois Kind,
Postfach 112, Eschen

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