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Leserbrief

Anmerkungen zu Aussagen Büchels

Martin Lenherr, Fraktionssprecher VU-Balzers | 13. Februar 2019

Zum Sonntagsgespräch von Radio L zwischen den Vorsteherkandidaten Günter Vogt und Hansjörg Büchel möchte ich einige Aussagen von Hansjörg Büchel klarstellen:
Es ist so, dass während der letzten vier Jahre unter Vorsteher Hansjörg Büchel die Zeit in Balzers scheinbar stehen geblieben ist. Das Hervorheben von umgesetzten Projekten in der Radio-L-Debatte tönt zwar sehr gut, aber ausnahmslos alle wurden von seinen Vorgängern initiiert und beschlossen. Zudem beruht das aktuelle Balzner Leitbild auf einem 20 Jahre alten Plan! Die vorherigen Vorsteher hatten alle zusätzliche Visionen realisiert und somit einen Mehrwert für Balzers geleistet. Ich frage mich, wo waren die Visionen in den letzten vier Jahren?
Diese Politik des Verwaltens zeugt weder von Fortschritt noch von einem gestalterischen Miteinander, denn die letzten vier Jahre verkamen in Sachen Strategieentwicklung zu einer Einmannvorstellung von Hansjörg Büchel. Die Gemeindepolitik war deshalb klar von den Möglichkeiten eines einzelnen geprägt, und nicht, wie es in einer funktionierenden Dorfgemeinschaft sein sollte, mit Einbezug aller, zum Wohl unserer Gemeinde. Bei einem ehrlichen Miteinander hätte es die vielzitierte Äusserung von Hansjörg Büchel – «Das liegt in der Kompetenz des Vorstehers» – nicht gegeben. Ich frage mich, wo war das miteinander?
Wenn in Balzers so wenig Geld vorhanden ist, wie von Hansjörg Büchel erwähnt, wieso wird dann nichts unternommen, um die Wirtschaft anzukurbeln? Wieso wird dann nicht auf die eigene Stärke vertraut und die Ressourcen genutzt, anstatt bei jeder Gelegenheit auf externe Gutachter, Sachverständige und Planer zu setzen? Ich frage mich, wo waren die eigenständigen Lösungen?
Klar ist, dass der Vorsteher die Zügel in der Gemeinde in die Hand nehmen und die Stossrichtung vorgeben muss. Das ist die Aufgabe und Verantwortung eines Vorstehers. Die Umsetzung jedoch muss gemeinsam mit dem Gemeinderat geschehen. Dies war die letzten vier Jahre nicht der Fall.
Wir hoffen deshalb auf eine Führung mit Visionen, eine Führung des Miteinanders, eine Führung, welche gestaltet und nicht nur verwaltet. Es ist an der Zeit, dass die Uhren in Balzers wieder vorwärts laufen!

Martin Lenherr,
Fraktionssprecher VU-Balzers

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