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Leserbrief

Lässt man das Ruggeller Riet austrocknen?

René Halser,Mitteldorf 29, Vaduz | 7. Februar 2019

Diese Frage stellte ich mir anlässlich der Veranstaltung zum Weltfeuchtgebietstag letzten Montag in Vaduz. Mit einem Referat über die Aufwertungsmassnahmen im Hochmoor Gamperfin in der Gemeinde Grabs wurde aufgezeigt, wie durch den Klimawandel oder durch einen trockenen Sommer in Mooren Schäden entstehen, indem die Torfschichten austrocknen, sich zersetzen und somit nährstoffreicher Humus entsteht. Dadurch verändert sich die Pflanzengesellschaft radikal und umumkehrbar. Es wurde aufgezeigt, dass derselbe Prozess auch in unserem grössten Naturschutzgebiet, dem Ruggeller Riet, seit vielen Jahren im Gange ist. Auf den dortigen Pfeifengraswiesen finden sich über hundert seltene Pflanzenarten und eine vielfältige Tierwelt. Die Austrocknung und nicht mehr rückgängig zu machende Humusierung führt zu einer Verschilfung und Förderung von Goldruten. Die Biodiversität geht massiv zurück, seltene Arten sterben aus. Die landesweit bekannten Schwertlilien gehen zurück. Durch simple Massnahmen könnte der Ausfluss des Wassers aus dem Riet geregelt und die Austrocknung aufgehalten werden. Das Hochmoor Gamperfin wurde durch entsprechende Massnahmen vor Austrocknung geschützt. Auf Anfrage an zuständige Amtsträger am Weltfeuchtgebietstags habe ich erfahren, dass schon seit vielen Jahren ein Konzept zur Verbesserung des Zustands im Ruggeller Riet in den Schubladen liegt, aber nichts getan wird. Das Ruggeller Riet ist das bedeutendste Naturgebiet unseres Landes, warum wird hier nicht gehandelt? Das ist für mich ein unhaltbarer und unerträglicher Zustand.


René Halser,
Mitteldorf 29, Vaduz

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