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Leserbrief

Ist das eine Spital-Abstimmungsvorlage?

Kurt Alois Kind,Postfach 112, Eschen | 7. Februar 2019

Wo war die Regierung, als die Diskussionen über das Landesspital liefen – irgendwo in Transsilvanien? Sind das nicht peinliche Spitalvarianten? Hat sie in der Tagespresse mein doppelseitiges «Kolibri»-Projekt eines Erlebnisspitals in den Köpfen ausgelöscht? Hat sie meinen Plan für eine optimale Zufahrtenlösung in Bendern auch vergessen? Die neuen Planveröffentlichungen der Regierung zeigen, wie undurchdacht an dieses Spital-Thema herangegangen wird!
Finanzierung: Wurde gar nicht diskutiert, ob 400 Millionen Franken jedes Jahr mit 0,8 Promille der 500 Milliarden Vermögen, die in Liechtenstein angelegt sind, für das Spital ohne Probleme finanzierbar sind? Ich weiss, dass der Erbprinz mitsamt seiner Familie hinter dem Erlebnisspital steht, wenn das Projekt so finanziert ist. Was soll der Versuch der Gemeinde Vaduz, die Regierung mit Geld zu kaufen, damit das Spital auf jeden Fall in Vaduz gebaut wird?
Grundstück: Hat die Regierung mit den jeweiligen Vorstehern des Landes mit entsprechenden Grundbesitzern besprochen, ein genügend grosses Areal für ein würdiges Spital zu finden und zu kaufen?
Spitalkäfig: Sind bei den alten engstirnigen Schubladenprojekten irgendwelche geistigen Entwicklungen zu erkennen? Warum wird eine bereits abgelehnte Planvorlage des Wille-Areals dem Volk wieder vorgelegt? Bei der zweiten Vorlage an der Zollstrasse genau gleich: An der Strasse, wo der grösste tägliche Verkehrsstau vom Land ist, soll ohne Zufahrtskonzept und Erweiterungsmöglichkeiten etwas entstehen? Gibt es da Erholungszonen oder ein Reserveareal, das in Zukunft auch für Ausbauten genügend Platz garantiert? Für wie dumm hält die Regierung ihr Volk eigentlich?
Das Krankenhaus in Vaduz soll als Geriatriezentrum neben dem bestehenden Altersheim genützt werden. Dort sind keine Bodenreserven vorhanden und somit ist es als Spital nicht zukunftsfähig! In Bendern kann man sofort ins leerstehende Gebäude der Medicnova umziehen, quasi als Übergangsprojekt, bis ein neues Spitals-Gesamtkonzept vorliegt. Daher ist eine Volksabstimmung komplett sinnlos.
Die Begründung, dass das Spital bei einem so kleinen Land im Zentrum stehen muss, ist lächerlich. Mit Sirene und Blaulicht sind die Retter heute in kürzester Zeit zur Stelle!
Neuer Zollstrassensport der Spitals­patienten: Täglich mit dem Rollator um die Autos in der Autoschlange ein Slalomrennen durchführen und herausfinden, wer der Krankenhaus-Slalom-Hirscher ist!
Damit ist der internationale Ruhm für Liechtenstein gesichert!


Kurt Alois Kind,
Postfach 112, Eschen

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