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Leserbrief

Netto Null CO2-Emission bis 2030

Tarik Hoch,Grüschaweg 11, Triesenberg | 6. Februar 2019

Gegen die «Klimakrise» und für das «Recht auf eine Zukunft» gehen schweizweit erneut Tausende Schüler und Studenten auf die Strasse. Die jungen Klimaaktivisten fordern, meist ohne sich die Konsequenzen bewusst zu sein, ein radikales Umdenken in der Klimapolitik und verlangen einen konsequenten Verzicht auf Gas und Öl bis 2030. Die Schweiz solle den Klimawandel als sogenannten Klimanotstand und damit als Krise, die es gesellschaftlich und politisch zu bekämpfen gäbe, anerkennen. Dass sich in den USA zeitgleich mehr als 31 000 Wissenschaftler zusammenfinden, um gegen die politische Agenda der globalen Erwärmung zu protestieren, scheint hierzulande nur die Wenigsten zu interessieren. Die von Menschen verursachte globale Erwärmung ist längst nicht mehr nur eine Theorie über das Klima, sie ist eines der bestimmenden politischen und moralischen Themen unserer Zeit. Der Massenprotest ist für viele ein cooles Event, aber etliche der jungen Teilnehmer werden wohl nicht ganz so umweltbewusst und nachhaltig leben, wie sie es auf ihren Schildern propagieren. So jetten viele Schüler in den Ferien recht unverkrampft um den Globus und «schädigen» das Klima mit ihrem zweiwöchigen Mallorcaurlaub, der mehr als eine Tonne CO2 verursacht, ebenso sehr wie ein Jahr Autofahren. Also ökologisches Engagement und umweltschädliches Verhalten? Die systematische Verdummung der Schüler schreitet allmählich voran. Es ist zweifellos sinnvoll, in der Schule über die Energieversorgung und über alternative Energiequellen zu reden. Doch die öffentliche Schule hat einen Bildungsauftrag und müsste ja eigentlich politisch neutral und frei von Ideologie sein. Damit sich die Schüler ihre eigene Meinung bilden können, müssen gesellschaftlich umstrittene Themen in der Schule kontrovers diskutiert werden. Dass dies nicht immer der Fall ist, weiss ich aus eigener Erfahrung. Aussagen wie die des Klimaforschers Dr. Piers Corbyn: «Keine der grössten Klimaveränderungen in den letzten Tausenden Jahren kann durch CO2 erklärt werden», werden im Unterricht nicht thematisiert. Für jene Schüler, die eine andere Sicht der Dinge haben und die jahrelang demselben eintönigen Grau ausgesetzt sind, wird ein solcher Schultag zur Belastung. Doch nicht nur bei uns, auf der ganzen Welt diskutiert man über die Folgen der globalen Erwärmung. Komisch, denn in den 1970er-Jahren gab es schon mal eine intensive Debatte um die Zukunft des Weltklimas. Damals wurde allerdings vor genau dem Gegenteil gewarnt: einer neuen Eiszeit.

Tarik Hoch,
Grüschaweg 11, Triesenberg

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