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Leserbrief

Nur Parteipolitik

Gerner William,Quellenstrasse 8, Eschen | 6. Februar 2019

Im Interview von Tino Quaderer im «Liechtensteiner Volksblatt» vom letzten Donnerstag wird – wie schon in seiner Adventsbotschaft – einfach alles, was in den letzten Jahren geschehen ist, schlecht geredet, so auch seine eigene Arbeit. Herr Quaderer sitzt die letzten vier Jahre selber im Gemeinderat und hat in den meisten Fällen alles mitgetragen. Weder der Vorsteher noch eine Partei konnte allein Entscheidungen treffen, denn keine Partei verfügte über eine Mehrheit. Ich hatte den Eindruck, dass alle Parteien gut zusammengearbeitet haben. Auch von Herrn Quaderer hörte man öffentlich nie ein Wort, dass es in der Gemeinde nicht gut läuft. Lediglich bei seinem Ja zu «Clunia» hat er sich öffentlich geäussert. Bei der Informationsversammlung hat er explizit betont, dass die Finanzierung für die Gemeinde kein Problem sei. Jetzt im Wahlkampf gibt es plötzlich Finanzprobleme. Dass seit 20 Jahren nie mehr so viele Projekte umgesetzt wurden oder sich in Umsetzung befinden wie heute, weiss auch Herr Quaderer, obwohl er noch nicht so lange in Eschen wohnt. Durch die Gestaltung der Dorfzentren werden sie in Zukunft sicher mehr belebt. Davon profitieren die örtlichen Geschäfte und der Zusammenhalt der Gesellschaft wird verbessert. Aber auch durch die anderen Projekte werden die Wirtschaft, die Steuerkasse und alle Schichten der Bevölkerung profitieren. Andere Behauptungen sind Schlechtmacherei im Wahlkampf. Bei der Nutzungsplanung wurden nach meinen Informationen alle berechtigten Einsprachen speditiv im Sinne der Bürger bearbeitet. Der Gemeinderat ist sehr interessiert daran, dass das Endprodukt gerecht und bei einer Volksabstimmung mehrheitsfähig ist. Jede Wahl ist eine Zäsur und ein Neubeginn. Neue Leute bringen neue Ideen und jede Persönlichkeit bringt einen anderen Führungsstil mit. Es braucht aber auch Leute dabei, welche die bisherigen Erfahrungen einbringen. Herr Quaderer greift mit seinen Aussagen nicht nur die VU und DU an, sondern fällt auch den eigenen Parteifreunden im Gemeinderat in den Rücken. Auf Grund seiner früheren Tätigkeit als «Volksblatt»-Chefredaktor war diese Parteipolitik eigentlich zu erwarten. Wenn er den damaligen Stil wirklich in den Gemeindewahlkampf bringt, können wir uns noch auf einiges gefasst machen. Wenn man die Stellungnahme der VU-Fraktion im «Liechtensteiner Vaterland» vom Freitag liest, sieht man, was Partei- und was Sachpolitik ist. Die Parteifunktionäre müssen und als Wähler kann ich parteipolitisch sein. Von einem Vorsteherkandidaten erwarte ich aber mehr Sachlichkeit, etwas Überparteilichkeit und dass er wenigstens zu seiner bisherigen Arbeit steht.

Gerner William,
Quellenstrasse 8, Eschen

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