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Leserbrief

Rettet Matt!

Hans Mechnig, Tröxlegass 46, Schaan | 30. Januar 2019

Nicht Matt aus Mauren. Matt aus England und deshalb ausgesprochen als «Määt». Er braucht uns. Der «Vaterland»-Kolumnist Benjamin Q. hat den 43-jährigen Werklehrer von der Insel, mit «schulterlangem Haar», in Berlin kennengelernt. Gleich beim ersten Kennenlernen hat Määt ihm gesagt: «... I don’t want to talk about Brexit.» Gesprochen wurde dann? Über den Brexit! Was sonst? Wie wir erfahren, sieht Matt die «jüngsten Entwicklungen … mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit, Ekel, totalem Unverständnis und Scham». Wie vorher seinen Schülern – der (Werk-)Lehrer geht da mit ihm durch – erklärt er Benjamin Q. sein Trauma dann noch detailliert. Am konkreten Objekt, quasi. Man stelle sich vor, man «hätte mit 27 Freunden all ihre Legosteine zusammengelegt, um damit ein riesiges Haus zu bauen. Und dann, nach Jahren der Arbeit, käme plötzlich der Tag, an dem sich einer der 27 dazu entscheide, dem Projekt den Rücken zu kehren und alle blauen Legosteine mit nach Hause zu nehmen.» Päng, einfach so! Plötzlich! Stellen Sie sich vor! Dann noch ausgerechnet die Blauen! Wer wäre da nicht Werklehrer Matt und würde sich fassungslos, angeekelt und verständnislos schämen? (Falls Sie im Moment nicht wissen, wie das genau geht? Merke: Sich verständnislos schämen und fassungslos angeekelt sein, kommt immer gut in Zeiten der Hypermoral!) Aber, wie kann Matt nun geholfen werden? Ein paar Ideen: Matt, informiere dich über die EU. (Literatur dazu, z. B.: «Sanftes Monster Brüssel oder die Entmündigung Europas», oder «Rettet Europa vor der EU»). Die Informationen sollten Fassungslosigkeit und Unverständnis lindern. Matt, suche Antworten auf Fragen wie z. B.: Wie hat das Traum­haus ursprünglich einmal ausgesehen? Wie sieht es heute aus? Was geschah in der Vergangenheit mit ähnlichen Häusern? Wie vertragen sich immer mehr Regulierung, Bürokratie und Zentralismus mit der Freiheit? Ist Europa das Experimentierfeld für die Utopien irgendwelcher Gesinnungsethiker? Zum Schluss noch Trost für Matt, «den traurigen Briten, wie er auf der Couch sass und mit langsamen Bewegungen den Hund streichelte», wie Benjamin Q. schreibt. Stiff upper lip, Matt! Vor ein paar Jährchen, circa 79 ist es her, da seid ihr auch traurig auf der Couch gesessen. Mausbein alleine noch dazu! Dann habt ihr eure Spitfires betankt. Habt mutig Europa und die Freiheit gerettet! Damals vor Adolf; heute vor der EU! Den Hund streicheln wir später. In einem Europa der Freien!

Hans Mechnig,
Tröxlegass 46, Schaan

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