Volksblatt Werbung
Leserbrief

Spieglein, Spieglein ...

Stefan Kemnitzer, Am Berg 3, Ruggell | 3. Januar 2019

So viel Gesprochenes, so viel Geschriebenes, so viele Aussagen – wie ein Haus mit vielen, vielen Spiegeln. Alles Möglichkeiten, Versuchungen, Herausforderungen, um die Realität wahrzunehmen und/oder sie so zu interpretieren, dass sie einem «gefällt». Die «Reiz-Inhalte» meiner bisherigen Leserbriefe waren mit voller Absicht aus «realen» Aussagen, die tatsächlich zum grössten Teil wortwörtlich so getroffen wurden, «zusammengebaut» worden. Den Beweis dafür könnte ein Experte der «forensischen Linguistik» liefern. Vielleicht gibt es so jemanden bei der Landespolizei. Denn so wie dort Techniker Geschosse analysieren, nehmen forensische Linguisten das «Tatwerkzeug» Sprache unter die Lupe, um daraus Hinweise auf den Autor zu gewinnen und auch zu einer Einschätzung seiner psychischen Verfassung zu gelangen.
Bei mir könnte man erkennen, dass ich die übernommenen «Formulierungen» ganz gezielt im Sinne eines Reiz-Reaktions-Modells verwendet habe, um den Effekt des «In-einen Spiegel-Sehens» zu erreichen, was jedem Leser ermöglicht, den «Inhalt» auf jede Art und Weise, wie er/sie es wählt, wahrzunehmen. Diese «Wahl» wirkt in der Folge auf ihn/sie ein und löst einen «Response», eine «Verhaltensweise», meistens automatisch, nicht kontrollierbar» aus. Er/sie könnte in diesem Moment sich selbst als sein eigenes Spiegelbild im Spiegel erkennen und sich darüber freuen oder erschrecken, ganz so wie der Hund in der Geschichte «Im Saal der tausend Spiegel», die auf der CD/im Buch des Herrn Nikolaus B. Engelmann zu finden ist. Sie ist vielleicht ganz erhellend in Bezug auf das eben Gelesene und der damit verbundenen «Tatsache», dass unbewusste emotionale-physiologische Reaktion zu psychischen Krankheiten und/oder Verhaltensstörungen führen können. Jedes «Gehirn» entscheidet, was es mit diesem «Leserbrief» anfängt. Sieht es ihn als Inspiration, als Erkenntnisgewinn oder als «Bedrohung». Oder kommt das «Gehirn» zu dem Ergebnis keine Lust mehr darauf zu haben in «Spiegel» zu sehen und überlegt, wie es diese ein für alle Mal «zertrümmern» kann!

Stefan Kemnitzer, Am Berg 3, Ruggell

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung