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Leserbrief

Vorhersehbare unvorhersehbare Auswirkungen

Hans Mechnig, Tröxlegass 46, Schaan | 28. Dezember 2018

Sie sagen es (wieder einmal) Frau Schädler! Wahrscheinlich ist das tatsächlich einer der (vielen) Gründe, dass «der Migrationspakt kontrovers diskutiert wird und er die Gemüter erhitzt», wie Sie es in Ihrem «Standpunkt» im Vaterland vom 24.12. ausdrücken. Das, was Sie am Schluss aus dem «Pakt» zitieren. «… Dennoch hat Migration unbestreitbar sehr unterschiedliche und manchmal unvorhersehbare Auswirkungen auf unsere Länder und Gemeinschaften und auf die Migranten und ihre Familien selbst.» Oder, wie es einer Ihrer linken Brüder im sozialistischen Geiste unlängst in und für Deutschland ausgedrückt hat: «Dass wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln. Das kann klappen, das wird, glaube ich, auch klappen, dabei kommt es aber natürlich auch zu vielen Verwerfungen.» (Yascha Mounk, Tagesthemen, 20.02.2018) Kann es sein, oder besser gesagt, darf es sein, Frau Schädler, dass einige von uns – legitimerweise, wie gesagt – nicht besonders erpicht darauf sind, herauszufinden, was konkret mit «unvorhersehbaren Auswirkungen» gemeint ist? Ja, nicht einmal, was die ganze Palette von «sehr unterschiedlich» alles abdecken könnte? Oder, was uns die Ihnen geistesverwandte rote Socke unter dem Begriff «vielen Verwerfungen» eventuell im Detail zu verstehen geben will? Dass «die Migranten und ihre Familien selbst» allenfalls davon betroffen sind, wie gesagt wird, ändert daran gar nichts. Da versuchen die linken Rosstäuscher, in bester Tradition, Dinge auf die gleiche Ebene zu stellen, die dort nichts verloren haben. Sollten wir das alles, sofern es denn sein muss, nicht in Ruhe, überlegt, undogmatisch angehen und versuchen, erst einmal möglichst viel vom angeblich Unvorhersehbaren vorherzusehen? Ideologiebefreit, vor allem! Man könnte z. B. damit beginnen, die Politische Korrektheit konsequent zu hinterfragen, Mythen zu entlarven?! Einfach nicht mehr alles in Abrede stellen, nur weil es für Menschen wie Frau Schädler oder den Präsidenten des Vereins für Menschenunrechte, Walter Kranz z. B., nicht sein darf?! Wer will es uns tatsächlich zum Vorwurf machen, wenn wir, mit Blick auf die ausnahmslos verheerenden, desaströsen Bilanzen der sozialistischen Menschen- und Gesellschaftsexperimente der Vergangenheit, zur Basis des nächsten «Experiments», zu diesem Migrationspakt, kurz und bündig auf gut Spanisch «njet!» sagen?

Hans Mechnig, Tröxlegass 46, Schaan

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