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Leserbrief

Der eingestampfte Wilhelm Beck

Rupert Quaderer, Fürst-Johannes-Strasse 26, Schaan | 19. Dezember 2018

Aufgrund eines Versehens wurde das Porträt Wilhelm Becks auf einer Briefmarke zum Gedenken an die Errichtung der diplomatischen Vertretungen Liechtensteins in Bern und Wien vor 100 Jahren abgebildet. Diese Briefmarke wird nun eingestampft und durch eine neue mit dem Porträt von Emil Beck ersetzt.
Wenn man der von Wilhelm Beck angestossenen Bestrebungen zur Stärkung der Volksrechte und zum Ausbau der Demokratie im Jahr 1918 gedenkt, so ist dessen versehentliche Aufnahme auf eine Briefmarke vielleicht ein Wink der Muse der Geschichte. Offensichtlich haben Regierung und Landtag des souveränen Staates Liechtenstein weder das historische Bewusstsein noch das notwendige Selbstbewusstsein, diesen Bestrebungen – etwa mit einer Gedenksitzung – die ihnen gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Der Rückblick auf die 1921 geschaffene Verfassung böte ja eine Gelegenheit, den eingestampften Wilhelm Beck wieder aus der Versenkung zu holen.

Rupert Quaderer, Fürst-Johannes-Strasse 26, Schaan

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