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Leserbrief

Triesner Sportplatz Blumenau soll zum Freizeitpark werden

DpL-Ortsgruppe Triesen | 15. Dezember 2018

Am 5. Dezember informierten Gemeindevertreter über ihr Bauvorhaben Freizeitpark Blumenau Triesen. «Wir wollen einen zentralen Treffpunkt für die Gesamtbevölkerung schaffen», betont Vorsteher Günter Mahl. Nach 1,5-jähriger Vorarbeit sollen nun die bestehenden Sport-Anlagen saniert und mit einer Freizeitanlage erweitert werden. Die am 11. Dezember vom GR bewilligten Investitionen belaufen sich auf 6.7 Mio. Franken plus laufende Kosten für eine 50-%-Stelle, Geräte, Energie und Unterhalt. Ob ein Bedürfnis für die neue Freizeitanlage besteht, ist fragwürdig – auch deshalb, weil die Ergebnisse der 2017 durchgeführten Einwohnerbefragung eine sehr hohe Zufriedenheit attestierten. Es ist unbestritten, dass die beschädigte Tartanbahn entfernt und ein Ersatz gefunden werden muss. Ob die Gesamtkosten von 6.7 Mio. Franken gerechtfertigt sind, ist nicht schlüssig nachgewiesen. Weitere Fragen stellen sich wie folgt:
1. Zweiter Kiosk: Mit der Erweiterung der Anlage soll ein weiterer Kiosk gebaut werden. Weshalb braucht eine Freizeitanlage einen zweiten Kiosk, nachdem vor 10 Jahren im Clublokal ein solcher bereits integriert worden ist?
2. Gasleitung: Die bestehende Transit-Gasleitung liegt unter der geplanten Parkanlage und neben dem Funkenplatz. Gemäss unseren Informationen ist das Projekt noch nicht abschliessend mit der Gasversorgung abgesprochen worden.
3. Investitionen sind ausstehend: Triesen hat in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen zu tätigen, einige davon sind die Instandsetzung von Strassen und Werkleitungen, die Sanierung des Hallenbades, die Renovationen von Alt-Liegenschaften. Es besteht die Gefahr, dass andere wichtige Projekte auf absehbare Zeit blockiert werden könnten bzw. dem neuen Gemeinderat der notwenige Handlungsspielraum fehlt.
4. Diskrepanz zu neuen Gebühren: Die Regenwassergebühr wurde 2015 mit der Begründung, dass die Gemeinde sonst in finanzielle Nöte käme und eine Steuererhöhung drohe, eingeführt. Dass die Regenwassergebühr weiter erhöht werden könnte, ist gemäss Vorsteher Günter Mahl möglich. Ob sich mit der Argumentation, welche für die Regenwassergebühr herhalten musste, solche Investitionen rechtfertigen lassen, ist fraglich.
5. Standort: Triesen hat eines der grössten zusammenhängenden Naherholungsgebiete des Landes, dazu zählt auch der Robinsonspielplatz. Inwieweit diese Tatsache in die Entscheidung für den Standort eingeflossen ist, solle noch erläutert werden.
Unklar ist auch, weshalb eine zeitliche Dringlichkeit besteht. Die Bevölkerung sollte umfassender informiert und das tatsächlich Notwenige breiter abgeklärt werden, zumal es bisher nur eine Informationsveranstaltung gab, welche nur sechs Tage vor dem Gemeinderatsentscheid stattfand. Wir sind der Meinung, dass eine weitere Begegnungsstätte in der Mitte des Dorfes durchaus gewünscht ist, es braucht dazu allerdings einen Entwicklungsprozess unter Einbezug aller Einwohner.

DpL-Ortsgruppe Triesen

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