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Leserbrief

Wettbewerbstauglichkeit, Prognosen und Lügen

Die Initianten der Privatklinik Medicnova (in Konkurs)Dr. Rainer De Mejer, Dr.... | 10. Dezember 2018

Während der Gesundheitsminister Dr. Mauro Pedrazzini noch am 30.04.2016 zur Zusammenarbeit der Medicnova Ärzte mit dem Spital Grabs im Vaterland meinte, diese Kooperation sei kein Grund zur Beunruhigung und er überzeugt sei, dass «unser Landesspital mit den bereits umgesetzten und den weiteren geplanten Massnahmen für diesen Wettbewerb gut gerüstet ist», und während der Stiftungsrat Dr. Michael Ritter am 30. 4. 2016 davon überzeugt war, dass am Ende der Patient entscheidet, in welchem Spital er sich behandeln lassen möchte und das LLS für diesen Wettbewerb gerüstet sei, werden beide nunmehr nicht müde, gebetsmühlenartig zu wiederholen, dass allein wir, die bösen Medicnova Ärzte, Schuld an der finanziellen Misere des LLS seien. Das Motto scheint zu sein: Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern (Dr. Mauro Pedrazzini, Volksblatt vom 26. 1. 2017). Ganz im Sinne dieses offensichtlich verloren gegangenen Selbstbewusstsein war das LLS tatsächlich nicht an genau jener Kooperation mit uns interessiert, die wir schliesslich mit dem Spital Grabs begründeten. Der Stiftungsrat teilte uns mit Schreiben vom 26. 6. 2016 mit, dass das LLS in einer weiteren Zusammenarbeit mit uns keinen Vorteil sehe. Wahr ist lediglich, dass sich der Stiftungsrat nach der Schliessung der Medicnova an einen Teil von uns wandte. Zu diesem Zeitpunkt kooperierten wir aber aufgrund der Verweigerung der Zusammenarbeit des LLS schon lange mit dem Spital Grabs. Nach den schmerzlichen Erfahrungen mit dem Boykott der Medicnova beabsichtigten und beabsichtigen wir, uns nicht mehr an dem politischen Hick-Hack um das Gesundheitswesen zu beteiligen. Aber die kontinuierliche Schmutzkampagne gegen uns zwingt eine Stellungnahme auf. Sollte der Stiftungsrat glauben, wir würden Unwahrheiten verbreiten, steht es ihm jederzeit frei, seine Behauptungen mit Fakten zu untermauern. Widrigenfalls möge er sich an sein Credo halten: Der Patient entscheidet, in welchem Spital er sich behandeln lassen möchte. Zum Abschluss ist es aus unserer Sicht geschmacklos, wenn ein mit Notkrediten finanziertes Haus mit diesen öffentlichen Mitteln massenhaft teure Werbekampagnen lanciert. Wie beurteilen unsere Landtagsabgeordneten diesen Umgang mit öffentlichen Mitteln?

Die Initianten der
Privatklinik Medicnova (in Konkurs)
Dr. Rainer De Mejer, Dr. Markus, Gassner, Dr. Edgar Gopp, Dr. Branco Grizelj, Dr. Wolfgang Mayer, Dr. Wolfram Müssner, Dr. Rolf Risch, Dr. Gernot Singer

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