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Leserbrief

Der Pakt, die klinische Idiotie und die unmögliche Tatsache

Hans Mechnig, Tröxlegass 46, Schaan | 3. Dezember 2018

«Hand in Hand mit einer zunehmenden, offenen Geringschätzung und Verachtung für das Eigene, Nahe und Überlieferte, geht gleichzeitig eine Verherrlichung und Idealisierung alles Fremdem, Fernem und Exotischem.» Das sei eines der Charaktermerkmale des modernen Linken, habe ich in meinem Leserbrief vom Freitag der letzten Woche geschrieben. Pure Einbildung? Gleichentags an gleicher Stelle war zu lesen: «Kelten, womöglich Semiten, Römer, Alemannen, Walser … Saraze­nen, Franzosen, Schweden … Italiener, Türken, Spanier, Weissrussen und, und, und … zogen munter den Oberrhein herauf und hinunter und blieben entweder hier oder liessen uns frisches Blut als Gastgeschenk zurück. Und das war und ist nach wie vor notwendig … Nicht auszuden­ken, wie sich unsere Nation … präsentieren würde, hätten wir jahrhundertelang niemanden anderen als uns selbst an uns herangelassen: gezeichnet vom extremem Überbiss, dicken Unterlippen, Klumpfüssen, Skoliose oder klinischer Idiotie! ...» Ein anderer schwadroniert in einem Leserbrief vom letzten Samstag, über die Unfähigkeit oder den Unwillen anderer Menschen, unliebsamen Tatsachen anzunehmen und meint darüber Auskunft geben zu können, mit welchen Ängsten man sich der Lächerlichkeit preisgibt und welche eher opportun sind. Wo der Hund begraben ist, meint er ebenfalls präzise lokalisieren zu können. Dabei mischt er gerade selber die Begriffe und Fakten, biegt sich die Dinge zurecht, wie es der eigenen Ideologie zupasskommt. Spricht von Flüchtlingen, wo keine sind, nur um die eigene moralische Überlegenheit zu markieren wie ein Hund sein Revier und jede Widerrede im Keim zu ersticken. Beide Autoren Befürworter des Migrationspaktes. Surprise, surprise! Wohl immer auch auf dem soliden Grund der Erkenntnis, dass der Löwenanteil der Zeche für die eigene Toleranz und Weltoffenheit ohnehin andere bezahlen. Sicher ist, dass beide, in einer persönlichen Angelegenheit, ein Vertragswerk, mit dem sie vor allem Pflichten begründen würden und die Gegenpartei vor allem Rechte, niemals unterschreiben würden. Sie würden den, der sie über den Tisch ziehen wollte, ohne weitere Umstände einfach vom Hof jagen. Und Thema erledigt! Hier noch eine Kurzzusammenfassung des Migrationspaktes aus dem Internet, mit einer kleinen persönlichen Ergänzung. Sie lautet: Art. 1 «Jeder darf wohin er will.» Art. 2 «Wer dort schon wohnt, zahl und bleib still.» Art. 3 «That’s all folks!»

Hans Mechnig,
Tröxlegass 46, Schaan

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