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Leserbrief

LSV/FIS: Auch versucht, Fürsten einzuspannen

Ivo Kaufmann, Triesen, Mitglied des «Tour de Ski vor’s Volk»-Komitees | 22. November 2018

Gemäss Berichten in den gestrigen Tageszeitungen hat sich FIS-Präsident Gian Franco Kasper ungebührlich in die intensiven Diskussionen rund um die bevorstehende Volks-abstimmung zur Durchführung zweier Tour-de-Ski-Etappen eingemischt, wenn er sagte, dass er für ein Nein nur wenig Verständnis hätte, zumal die Gegenargumente nicht wirklich viel hergeben würden. Ich glaube, ausser dass er sich vielleicht im Liechtensteiner Skisport auskennt, weiss Kasper nicht viel über unser Land und seine Bevölkerung. Dass die Bevölkerung kürzlich viel Geld sparen musste, um den Landeshaushalt wieder ins Lot zu bringen, scheint er nicht zu wissen beziehungsweise scheint ihn nicht zu interessieren. Auch dem Umstand, dass es in Liechtenstein versteckte Armut gibt, schenkt er seine Aufmerksamkeit nicht.
Ist ja verständlich: Schliesslich zählt bei einem FIS-Präsidenten (wie bei einem FIFA-Amtskollegen) nur das Geld, das der Verband einnimmt.
Auch sagte Herr Kasper, dass er, wenn er Investor wäre, die Austragung von Tour-de-Ski-Etappen sicherlich für eine gute Investition halten würde. Da frage ich mich wirklich, wer denn bei diesem Anlass der Investor ist und den Gewinn dieser beiden Anlässe letztendlich in den Sack steckt?
Mir kommt es so vor, als wäre der LSV nur der von der FIS vorgeschobene Investor, denn dem LSV bleibt kein Gewinn übrig. Also bleibt als Investor letztendlich nur die FIS übrig, die den finanziellen Gewinn dieser Veranstaltung abschöpft.
Dem LSV und dem Land Liechtenstein bleibt nicht mehr als ein fragwürdiger, wenn je sich ergebender immaterieller Prestigewert. Dass LSV und FIS vor nichts zurückscheuen, um diese beiden Anlässe nach Vaduz zu bringen, zeigt auch die Tatsache, dass man sogar versucht, S.D. den Landesfürsten für die eigene Sache zu vereinnahmen. Sich derart in den politischen Prozess einer Volksabstimmung einzumischen, ist grobes Foulplay. Das gilt natürlich auch für den LSV, der seinerseits offensichtlich erfolgreich den FIS-Präsidenten einspannen und vorschieben konnte.

Ivo Kaufmann, Triesen, Mitglied des «Tour de Ski vor’s Volk»-Komitees

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