Leserbrief

Parteienvielfalt?

William Gerner,Quellenstrasse 8, Eschen | 21. November 2018

Wir haben heute im Landtag eine Parteienvielfalt wie noch nie. Diese Zersplitterung ist einerseits gefährlich für die Stabilität des Landes und andererseits auch positiv, wenn sich Gruppierungen für spezielle Anliegen wie zum Beispiel Sport, Kultur, Vereine, Soziales, Zusammenhalt der Gesellschaft, Umwelt, Weiterentwicklungen und Veränderungen einsetzen. Wir müssen aber aufpassen, dass wir in der Zukunft nicht zu viele Neinsagerparteien und prinzipielle Neinsagerpolitiker bekommen, sonst sehe ich für unsere junge Generation und vor allem auch für das Gewerbe und die Vereine nicht besonders positiv. Wir brauchen Politiker, die sich für zukunftsorientierte Investitionen und für das Allgemeinwohl engagieren und die persönlichen Interessen und Vorteile hinten anstellen. Den heutigen Wohlstand verdanken wir neben der Tüchtigkeit des Volkes weitgehend den Jasagern der Vergangenheit. Wir brauchen kreative Parteien und Politiker, die ihre Arbeit für und nicht gegen die heutigen und zukünftigen Bewohner des Landes ausrichten. Daran sollte man schon bei den Gemeindewahlen denken. Die Jungen brauchen Weiterentwicklungen und Perspektiven und wir Alten sollten für unsere Leistungen etwas vom Staat zurückerhalten. Ich denke da vor allem an die Krankenkassenprämien, die AHV und die letzte Steuergesetzänderung, die stark zulasten der Pensionisten ging. Grundsätzlich sollte jeder Steuerzahler auf irgendeine Art am Erfolg des Staates beteiligt werden. Hätten wir in den letzten Jahren ein paar Jasager mehr gehabt, so hätten wir heute unter anderem zum Beispiel ein neues, leistungsfähiges und rentables Spital und ein stark verbessertes und sozialeres Schulsystem.

William Gerner,
Quellenstrasse 8, Eschen

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