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Leserbrief

Was ist wahr und was nicht?

Ivo Kaufmann,Mitglied des Referendumskomitees«Tour de Ski vor’s Volk»... | 17. November 2018

Vieles wurde in den vergangenen Tagen und Wochen über den Anlass «Tour de Ski» im Städtle Vaduz geschrieben und nach aussen kommuniziert. In einem Leserbrief warf der LSV dem Referendumskomitee vor, er argumentiere mit falschen Zahlen und Fakten. Dabei wurden offenbar Wahrheiten und Unwahrheiten verwechselt. Hier ein Faktencheck:
Wahr ist, dass die beiden Anlässe 1 Million Franken an Steuergeldern kosten (800 000 Franken vom Land und 200 000 Franken von der Gemeinde Vaduz). Wahr ist auch, dass die 2008 eingeleiteten Sparmassnahmen zur Sanierung des Staatshaushaltes auf Kosten sämtlicher Bevölkerungsgruppen gingen (grösste einzelne Einsparung: Finanzausgleich an die Gemeinden mit 49 Mio. Franken, gefolgt von der Reduktion der Staatsbeiträge an Krankenkassen, AHV und NBU von insgesamt 51 Mio. Franken).
Wahr ist, dass gemäss Bericht und Antrag an den Landtag (aufgrund dessen dieser den Verpflichtungskredit über 800 000 Franken genehmigte) 9500 m3 Schnee produziert werden müssen, was einer Wassermenge von ca. 4000 m3 oder 4 Mio. Liter Wasser entspricht und diese mit 358 Lastwagenfahrten von Steg nach Vaduz gefahren werden müssen, dass die Langlauf-Loipe durchs Städtle 1,3 Kilometer lang und 11 Meter breit werden soll (gemäss Bericht und Antrag). Wahr ist, dass zum Klimawandel neue Erkenntnisse vorliegen (nachzulesen in der «NZZ» vom 14. November 2018). Unwahr ist demnach, dass man den CO2-Ausstoss für so einen Megaevent einfach kompensieren bzw. neutralisieren kann.
Nicht wahr ist ausserdem, dass 800 000 Fr. für ein 4-stündiges Langlaufrennen auf einer Kunstschneeloipe nur Münz und Peanuts sind.


Ivo Kaufmann,
Mitglied des Referendumskomitees
«Tour de Ski vor’s Volk»,
Fingastrasse, Triesen

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