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Leserbrief

Wir haben eine bessere Lösung verdient

Michael Gerner,Grasgarten 22, Eschen | 15. November 2018

Nach jahrelanger Vorarbeit durch die Verantwortlichen habe ich mir ein ausgereifteres Projekt erwartet. Besonders nachdenklich stimmt mich, dass alternative Varianten, welche durch staatliche Subventionen unterstützt würden, nie ernsthaft geprüft wurden.
Im Rahmen der Informationsveranstaltung Ende Oktober war die Rede von einer regional einmaligen Lösung. Im gleichen Atemzug wurde ein Zentrumshaus mit Saal, Proben- und Vereinsräumen präsentiert, welches sich stark an die Zuschg in Schaanwald anlehnt. Somit wohl sehr schön, aber sicherlich nicht etwas Einmaliges. Wirklich einzigartig wäre: Der Erwerb der denkmalgeschützten Hofstätte Hagenhaus durch die Gemeinde und die Umnutzung von Haus samt Stall zum Begegnungs- und Vereinshaus.
Machbarkeitsstudien zeigen, dass die Umnutzung des Hagen-Stalles zu einem kleinen Saal möglich ist. Das Hagenhaus selbst lässt nebst Vereinsräumen eine Teilvermietung an weitere Institutionen zu, welche den Saal mitbenutzen. Hier war die Gemeinde in den letzten Jahren nicht bereit, ernsthaft in die Verhandlungen und Machbarkeitsprüfungen einzusteigen. Welche Gemeinde hat heute noch die Chance, in einem Kulturgut von nationaler Bedeutung Begegnungsräume zu errichten? Wo, wenn nicht in einem so geschichtsträchtigen Haus, ist unser aktuelles Kultur- und Vereinsleben besser untergebracht?
Der Verein «Pro s’Hagen-Huus z’Nendla» hat in den vergangenen Jahren vermehrt realisierbare Ideen und kostensparende Synergienutzungen aufgezeigt, die Nendeln um eine wirkliche Attraktivität bereichern würden.
Zusammenfassend kann festgehalten werden:
1) Die vorgeschlagene Lösung ist nicht einmalig, sondern bedeutet mehr vom Gleichen.
2) Die Gemeinde verzichtet bewusst und leichtfertig auf die Alternativ-Lösung «Hofstätte-Hagenhaus» und somit auf staatliche Subventionen gemäss Kulturgütergesetz von 40 Prozent der anrechenbaren Kosten (Kulturgut von sehr hoher Bedeutung).
3) Die finanziellen Schätzungen für Kauf, Umnutzung und Instandsetzung des Hagen-Hauses, welche im Jahre 2008 seitens der Gemeinde Eschen in Auftrag gegeben wurden, liegen um etliche Millionen unter den 11.9 Millionen Franken. Die Subventionen vom Land, welche für das Hagen-Haus gesprochen würden, noch gar nicht mit eingerechnet.
4) Bereits in den kommenden fünf Jahren ist eine Neuplanung des Gemeindesaals in Eschen vorgesehen. Hier ist vorgängig transparent für beide Standorte darzulegen, was in Nendeln und was in Eschen entstehen soll.

Michael Gerner,
Grasgarten 22, Eschen

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