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Leserbrief

«Passt FL–A-CH noch ins Design?»

Hans Frommelt,Gapont, Triesen | 14. November 2018

Periodisch wird der Teil-Doppelspurausbau, auch S-Bahnprojekt «FL–A–CH» genannt, zwischen Feldkirch und Buchs, mitten durch Schaan, promotet. Es wird auf statistische Werte und Prognosen von gestern und vorgestern verwiesen. In der Schweiz wird derzeit auf politischer Ebene über Vernehmlassungen der Bahnausbau 2030/35 diskutiert.
Von der Liechtensteiner Politik hört man nur, dass mit Wien bezüglich der Finanzierung der «FL–A–CH» Verhandlungen laufen. Über die Bahnlinie von Feldkirch nach Buchs werden auch Personen- und Güterzüge von grossen östlichen und westlichen Metropolitanräumen geführt. Nationale Interessen stossen da auf internationale Interessen.
Inwiefern die «FL–A–CH» mitten durch Schaan mit seinen 6 Bahnübergängen passt, liest man nichts, ausser, dass es wohl eine Volksabstimmung darüber geben wird.
Bis dahin werden wohl noch Jahre, gar Jahrzehnte, wie bis anhin vergehen.
Bis heute stützte man sich nur auf dieses von Privatpersonen und dem Verkehrsclub Liechtenstein vor bald 20 Jahren lancierte Projekt.
Das Design für eine Verkehrsproblematiklösung im Zusammenhang mit dem Pendlerverkehr zu den Arbeitsplätzen in Liechtenstein kann nicht rein auf liechtensteinischer Ebene zielführend gestaltet werden. Es ist eine rheintaldoppelseitige Dimension, von Chur über Liechtenstein nach St. Margareten sowie nach Bregenz, ins Walgau, gar bis Lindau. Bei solchen Projekten sind die Positionen einer Vernehmlassung laufend an die neuesten Verkehrsentwicklungen anzupassen und laufend müssen Stellungnahmen von den Gemeinden, den politischen Parteien, den Wirtschafts-organisationen, Transportunternehmen, Fach-NGOs wie beispielsweise der LIA und weiteren Stellen, eingefordert werden. Der Pendelverkehr der Arbeitnehmer ist ja ein grenzüberschreitendes Thema und folglich sollte eine Vernehmlassung gleichzeitig mit dem Kanton St. Gallen und Vorarlberg durchgeführt werden.
Weil solches im Grunde genommen nie so richtig detailliert durchgeführt wurde, stockt es bei der Liechtensteiner Verkehrsplanung. Vor bald 50 Jahren wollte die Politik eine Umfahrungsstrasse von Schaan nach Vaduz realisieren. Das Volk sagte Nein. Vor rund 35 Jahren wurde ein Verkehrswettbewerb für das Unterland ausgeschrieben. Kein eingereichtes Projekt präsentierte ein sinnvolles Verkehrsdesign, dass realisierbar gewesen wäre. Bis heute ist man diesbezüglich nicht weiter gekommen. Ein Neubeginn ist angesagt. Warum nicht wieder über einen «Verkehrs-Wettbewerb», analog eines Architekturwettbewerbs oder über eine aktuelle Vernehmlassung, die grenzüberschreitend durchgeführt wird? Nur so kann sich zeigen, ob eine «FL–A–CH» nach vorliegenden Projektdetails überhaupt in ein Rheintal-Verkehrsdesign passt oder ob es nicht noch bessere De­signlösungen gibt.

Hans Frommelt,
Gapont, Triesen

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