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Leserbrief

Frick: «Globale Probleme brauchen globale Antworten»

Ulrich Hoch, Grüschaweg 11, Triesenberg | 12. November 2018

Frau Frick, mit Ihrer Stellungnahme zum UN- Migrationspakt unterstützen Sie die primäre Absicht des Paktes, Migration als Menschenrecht zu formulieren und eine Verwässerung von Recht auf Asyl und einem grenzenlosen Zuwanderungsrecht für jeden zu zementieren. Es geht nicht darum, Migration als zu vermeidenden Ausnahmezustand zu bezeichnen, sondern die Entwurzelung von Menschen zum Normaltarif zu erklären. Ja, auch Liechtensteiner, die im Ausland leben oder Österreicher und Schweizer, die es wegen Beruf und Liebe ins Fürstentum zieht, sind Migranten, aber Ihre Argumentation unterliegt dem Kardinalfehler, dass Sie, wie viele Befürworter, individuelle Migration auf die Massenmigration übertragen. Sie übersehen, unbewusst oder absichtlich, dass individuelle Migranten ins Land kommen, mit der Absicht, ein neues Leben aufzubauen und sich im Land zu integrieren. Massenmigranten kommen ins Land, um ein «besseres» Leben und Wohlstand zu erlangen. Zielländer sind nur westliche Staaten, meistens europäische Länder, die über grosszügige Sozialwerke verfügen. Anpassung und Integration bleiben aussen vor. Alle «Sozialexperimente» der Geschichte haben sich binnen kürzester Zeit in schreckliche Katastrophen verwandelt. Der nahöstlichen Masseneinwanderung nach Europa, organisiert von den politischen Eliten droht das gleiche Schicksal! Massenmigration darf niemals als Norm formuliert werden. Dass Menschen genötigt werden, ihre Heimat, ihre Familie, Sprache und Kultur zu verlassen, ist kein Fortschritt. Es ist eine Bankrotterklärung «Hinter der scheinbaren Unmöglichkeit, die aktuelle Migrationswelle zu stoppen, steckt in Wahrheit ein politischer Unwille», schreibt Vaclav Klaus und Jiori Weigl, die Autoren des Buches «Völkerwanderung». Die politisch-mediale Gruppierung hat begriffen, dass Nationalstaaten und parlamentarische Demokratien «Hindernisse» sind für Ihre Vision einer neuen Welt, eines neuen Europa und den globalen Machtanspruch. «Der Traum vom neuen Menschen wird nicht funktionieren, solange es Nationalstaaten gibt», schreibt Vaclav Klaus. Frau Frick, Sie übersehen, dass der «Migrationspakt» symbolisch für eine Politik steht, die sich vom Bürger entfernt hat. Kreiert von Menschen, die nicht demokratisch legitimiert sind. Nachdem bereits die Staatspolitische Kommission des Nationalrates dem Migrationspakt eine Absage erteilt hat, wurde am vergangenen Donnerstag auch im Ständerat mit 8:2 Stimmen gegen den Pakt votiert. Eine Zustimmung zum Pakt darf es auch bei uns nur über eine Zustimmung des Volkes geben!

Ulrich Hoch,
Grüschaweg 11, Triesenberg

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