Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

840 Leserbriefe im «Volksblatt» im Jahr 2015

Ruth Schöb,Auring 57, Vaduz | 23. Januar 2016

Meine Wenigkeit: 3. Platz (47), auf die Gemeinde bezogen: 23,04 Prozent. 170 Briefe bezogen sich insgesamt aufs KVG.
Ich begreife nicht, wie und warum Herr Jürgen Tiefenthaler so eine Statistik erstellt? Zum Pulitzerpreis bzw. -orden – wir leben ja in einer Monarchie – wird es bei mir kaum reichen. Was mich aber noch mehr irritiert, ist, dass im «Volksblatt» eine ganze Rubrik von Doris Quaderer erscheint über das «heisse Eisen Leserbriefe in Liechtenstein». Ein Viertel der Leserbriefe stammte von fünf Autoren. Daraufhin hat Frau Quaderer die Leserschaft gebeten, mitzudiskutieren und festgestellt, dass die eine Gruppe meinte, sie sollten als Zeitung die Briefe abdrucken, jeder könne selbst entscheiden, ob er sie lesen will (eigentlich simpel, oder?). Andere regten sich über notorische Schreiber auf. Daraufhin kommt Frau Quaderer zum Schluss, da müsse ein Mittelweg her, sprich ein paar Grundsätze müssen zukünftig eingehalten werden. Leserbriefschreiber müssen damit rechnen, dass ihre Briefe nicht erscheinen, wenn sie sich zu häufig zu Wort melden, vor allem wenn Themen in die etwa gleiche Richtung gehen, weil dies die Leserschaft langweile!? So lange Liechtenstein keine wirkliche freie Presse, sprich Zeitung hat, die nicht von der einen oder anderen Grosspartei infiziert bzw. mittels Leserbriefen parteizugehörige Schreiberlinge anstellt, um neutrale Personen mittels diesem Medium zu diskreditieren und Lügen zu verbreiten, sind Leserbriefe wirklich ein heisses Eisen und nicht mal ungefährlich.
Um dieses grosse Übel auszurotten, müsste ich Doris Quaderer recht geben, einige Richtlinien festzulegen, ob aber genau die eingehalten bzw. von den Zeitungen unterbunden werden, bin ich mir nicht sicher (Parteizeitung) – ich lasse mich gern überraschen. Im vergangenen Jahr war es keinesfalls so, im Gegenteil, ich erinnere an eine gezielte Demontage und Hetzkampagne gegen einen ganzen Berufsstand, was schon Rufschädigung ist, und an eine gewollte Denunzierung und Lügenverbreitung gegen die Ärztekammerpräsidentin.
Da den Liechtensteinern mehr Geld im Portemonnaie bleibt als den Schweizern, besitzen sie vielleicht auch mehr Anstand, Respekt und freie Meinungsäusserung in ihren Leserbriefen, was wichtigere Attribute wären.
Es wäre wirklich wünschenswert, wenn Liechtenstein die Bedeutung einer freien Meinungsäusserung bewusst würde, ohne das Gegenüber zu verunglimpfen oder gar zu bedrohen. Eine Demokratie steht und fällt mit der freien Willensäusserung, umso mehr, wenn es um brisante Themen geht.
Meine Briefe muss niemand lesen und sich somit weder ärgern noch aufregen.


Ruth Schöb,
Auring 57, Vaduz

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung