Leserbrief

Dinosaurus rex

Jo Schädler,Eschnerstrasse 64, Bendern | 20. Oktober 2018

Liebe Frau Katrin Hasler,
es beflügelt mich tief, dass Sie meiner Zuwendung an das schwache Geschlecht, das ich sehr gerne mit Hunderten, von mir aus auch Tausend Tonnen Bronze ehren und lobpreisen würde, wohlwollend und anerkennend gegenüberstehen. Durch nichts anders wie durch die edlen Gottesschöpfungen, nämlich dem Kupfer und dem Zinn, kann die brave Artigkeit der Frau, die vor allem durch die Aufopferung für den Mann und seine Kinder zum Leben und zur Zier erwacht, erhellt und bewusst gemacht werden. Nicht immer war den Menschen bewusst, dass die Bronze, vor allem die der Kirchenglocken, den Herzen Labsal, Trost und Freude spendet. Auch bei der Hochzeit, einem Tag, an dem sich das Weib dem Manne untertan macht, erschallen ihre hellen Jubeltöne. Allerdings um erst wieder etwas gedämpfter zu erklingen, wenn einer von ihnen, meist der Mann viel früher wie das Weib, zu Grabe zu tragen oder in sein jämmerliches Urnenloch zu stopfen ist, währenddem bei der Scheidung gar nicht gebimmelt wird. Gut, im Krieg hat man die Glocken und die Schellen von den Kirchtürmen heruntergeholt, um daraus Kanonen, das Lieblingsspielzeug des Mannes, zu gies-sen. Letzt- und gutendlich aber, damit Haus und Hof und Kind und Weib vor dem Feind zu schützen.
Und auch wenn der berühmte Philosoph Arthur Schopenhauer, der heutzutage zweifelsohne ein sehr schweres Leben haben würde, schon vor hundert Jahren schrieb: «Schon der Anblick der weiblichen Gestalt lehrt, dass das Weib weder zu grossen geistigen, noch körperlichen Arbeiten bestimmt ist. Es trägt die Schuld des Lebens nicht durch Thun, sondern durch Leiden ab, durch die Wehen der Geburt, die Sorgfalt für das Kind, die Unterwürfigkeit unter den Mann, dem es eine geduldige und aufheiternde Gefährtin seyn soll. Die heftigsten Freuden und Kraftäusserungen sind ihm nicht beschieden; sondern sein Leben soll stiller, unbedeutsamer und gelinder dahinfliessen, als das des Mannes, ohne wesentlich glücklicher oder unglücklicher zu seyn», kommen wir auch heute nicht umhin, die Leistungen der Frauen für die Menschheit – und seien es jene am Hackenstiel – zu würdigen. Allerdings: Ihre Erfolge, durch Anstrengungen mittels der Raffiniertheit der Gendertechnologie im Laufe der Evolution verlorenes Terrain gegenüber dem Mann wieder aufzuholen, lassen einen vor Staunen erblassen. Dementgegen lässt ihre hohe Quote an den einarmigen Casinobanditen und Rouletten und die gewaltigen Umsätze der Fabrikanten für Fertiggerichte aufhorchen, wenn nicht gar erzittern.

Jo Schädler,
Eschnerstrasse 64, Bendern

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung