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Leserbrief

«Tour de Ski»: Falsche Ankündigung!

Das Referendumskomitee,Ivo Kaufmann, Peter Laukasund Jack Quaderer | 17. Oktober 2018

In der Ausgabe des «Vaterlands» vom letzten Samstag wurde der Ex-Skirennfahrer Marco Büchel wie folgt zitiert: «Es nervt mich enorm, dass das Referendum tatsächlich ergriffen wurde. Die Entscheidung des Landtags haben Politiker getroffen, die vom Volk gewählt wurden. Der Landtag hat mit dieser mutigen Entscheidung ein klares Zeichen gesetzt: Und dann kommen da ein paar profilierungssüchtige Personen, die weit weg von der nötigen Fachkompetenz sind, und wollen das ganze Projekt zerstören. Da stehen einem die Haare zu Berge. Es überrascht mich auch nicht, dass das Referendumskomitee aus einer Partei kommt, die einfach immer und zu allem Nein sagt. Büchel meint im Interview abschliessend: Wir sind ein Volk von Verhinderern geworden. Das ganze Interview ist in der morgigen Liewo-Ausgabe nachzulesen.» Aufgrund dieser Aussagen in der Ankündigung des «Vaterland»-Interviews mit Marco Büchel schickte das Referendumskomitee folgenden Leserbrief an die «Liewo»:
«Mangelndes Demokratie- verständnis
Der Skifahrer in Pension Marco Büchel nervt sich enorm, dass das Referendum tatsächlich ergriffen wurde. Er spricht uns die nötige Fachkompetenz ab und wirft uns Profilierungssucht vor. Damit verrät Büxi ein erschreckend mangelhaftes Verständnis für unsere Demokratie. Das Referendumsrecht ist ein wesentliches Element einer direkten Demokratie wie der unseren. Die Bürgerinnen und Bürger haben das Recht, Entscheide der gewählten Volksvertretung anzuzweifeln und eine Volksabstimmung zu verlangen. Das haben mit der Unterzeichnung unseres Referendums gegen den Finanzbeschluss zur Durchführung zweier Langlauf-Weltcuprennen im Städtle Vaduz 1743 Bürgerinnen und Bürger getan. Unserer Meinung nach haben die Unterzeichner des Referendums nicht nur ihr gutes Recht wahrgenommen, sondern sind ihrer Bürgerpflicht nachgekommen. In der direkten Demokratie ist es jedermanns Pflicht, nicht einfach nur die Faust im Sack zu machen, wenn man Entscheidungen der Politiker nicht gut findet. Man darf sich auch nicht verunsichern lassen, wenn einer von Fachkompetenz schwatzt, wie dies Büxi macht. In einer Demokratie entscheiden eben nicht nur die Fachidioten. Und Profilierungssucht braucht Büxi auch niemandem vorzuwerfen: Er nicht.»
Unsere Stellungnahme wurde in der «Liewo» zwar nicht abgedruckt, aber anscheinend doch irgendwo zur Kenntnis genommen. Jedenfalls fehlten in der «Liewo» genau die Sätze, mit denen das Interview am Tag davor im «Vaterland» angekündigt worden war. Schienen der «Liewo»-Redaktion Marco Büchels Aussagen nun plötzlich zu deftig und hat diese deshalb gleich selber rausgenommen? Oder hat die «Liewo»-Redaktion Marco Büchel unsere Replik weitergeleitet, worauf dieser seine markigsten Worte zurückzog?
Normalerweise hätte die «Liewo»-Redaktion uns um eine Stellungnahme zu Büchels happigen Vorwürfen angefragt – und zwar noch bevor diese im «Vaterland» hinausposaunt wurden. Das Interview mit Büchel hätte dann in der «Liewo» vollständig, so wie im «Vaterland» angekündigt, veröffentlicht werden können, wenn man ihm unsere Stellungnahme beigefügt hätte. Aber das wollte man offensichtlich nicht. Stattdessen wurde uns mitgeteilt, dass in der «Liewo» keine Leserbriefe veröffentlicht würden.

Das Referendumskomitee,
Ivo Kaufmann, Peter Laukas
und Jack Quaderer

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