Leserbrief

Kein Ende irgendeiner Idylle, sondern wichtige Zukunftsentscheide für Triesenberg

Stefan Gassner,Vizevorsteher Triesenberg | 10. Oktober 2018

Triesenberg stimmt am 21. Oktober über zwei Bodentäusche mit der Gemeinde Triesen ab, von denen beide für die zukünftige Entwicklung Triesenbergs enorm wichtig sind. Kurz zwei Antworten zum Leserbrief von Gerold H. Schädler vom Samstag:
Die Lage südlich des Ipag-Areals beeinträchtigt in keinster Weise die Idylle des Weilers Sütigerwis, da es mit einem Bach, dem Wald und topografisch eine natürliche Abgrenzung gibt.
Von einer Industrialisierung Triesenbergs kann überhaupt keine Rede sein. Wohl eher von einer neuen und zukunftsgerichteten Politik, die in Triesenberg gemacht wird.
Und nun zu den sachlichen Argumenten für den Bodentausch:
Zum einen wird über die Waldfläche südlich des Sportplatzareals abgestimmt. Dieser Tausch mit dem Tauschverhältnis 1:8 ist für die mittel- bis längerfristige Entwicklung beim Ortseingang von Triesenberg sehr wichtig. Hier geht es um eine Fläche von circa 20 000 Quadratmetern, die für verschiedene wichtige Entwicklungen stehen wird. Einmal ist die Sportanlage Leitawis und der Kindergarten Täscherloch mit der Kita angrenzend, diese könnten in Zukunft hier erweitert werden. Das Areal am Eingang von Triesenberg eignet sich aber auch für die Gewerbe- und Dienstleistungsbranche. Die Gemeinde könnte dies im Baurecht abgeben und mit Baurechts- und Steuereinnahmen in der Zukunft die Finanzen der Gemeinde verbessern. Da sich die Arbeitswelt rasant ändert und wir in Zukunft in den Dienstleistungsbereichen flexibler und ortsunabhängiger – auf jeden Fall anders – arbeiten werden, hätten wir hier Möglichkeiten, Raum für diese Entwicklung zu schaffen. Mit der Sicherung der Grundstücke beim Bodentausch können auch für die bestehenden Unternehmen in Triesenberg Möglichkeiten geschaffen werden, um für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein. Weiter geht es auch um die ortsplanerische Entwicklung von Triesenberg, die so besser und gezielt gesteuert werden kann.
Zum anderen geht es um eine kleinere Tauschfläche südlich des Ipag-Areals. Die Gemeinde konnte vor Kurzem das Ipag-Areal erwerben und daher ist dieser Tausch für eine kurz- bis mittelfristige Entwicklung ebenfalls wichtig. Beim Ipag-Areal hat bereits eine positive Entwicklung für bestehende und neue Unternehmen eingesetzt und das Ipag-Gebäude ist nahezu ganz vermietet. Dies zeigt, dass die Gemeinde für eine positive und vorwärts gerichtete Entwicklung solche Grundstücke besitzen muss.
Deshalb «Ja» zu den beiden Abstimmungen über den Bodentausch!

Stefan Gassner,
Vizevorsteher Triesenberg

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