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Leserbrief

Ende der Idylle im Sütigerwis?

Gerold H. Schädler, Im Täscherloch 49, Triesenberg | 6. Oktober 2018

Die Stimmbürger von Triesenberg und Triesen stimmen am 21. Oktober neben dem 1:8 Tausch von Waldfläche angrenzend an das Sportplatzareal auch über den Tausch einer Waldparzelle angrenzend an das IPAG-Areal im Verhältnis von 1:2,37 ab. Der Bürgergenossenschaft Triesen, die diese beiden Tauschgeschäfte logischerweise sehr befürwortet, kann man zu ihrer geschickten Verhandlungsführung nur gratulieren. Ob es sich aber auch für Triesenberg lohnt, sich mit einem solch ungleichen Handel zufriedenzugeben, ist eine Frage, die die Stimmbürger demnächst zu beantworten haben.
Für das attraktive Walserdorf Triesenberg, welches dank seiner Lage, seiner intakten Natur und seiner hohen Lebensqualität als Wohngemeinde geradezu prädestiniert ist, stellt sich die Frage, ob es wirklich nötig ist, mit dem Tausch des Waldes südlich der IPAG «den Gewerbebetrieben und Unternehmern zu helfen», wie es in der Abstimmungsbroschüre heisst. Abgesehen davon, dass ein echter Unternehmer keiner Hilfe der Gemeinde bedarf, muss man sich bewusst sein, dass dieser Tauschhandel die Idylle des Ortsteils Sütigerwis bedroht. Gemäss Broschüre wird der Wald südlich der IPAG nämlich gerodet werden, sodass Sütigerwis direkt an das neue Gewerbezentrum angrenzen wird. Dass die Nachbarschaft mit Gewerbebetrieben nicht selten mit unliebsamen Lärm und anderen Emissionen verbunden ist, zeigen diverse negative Beispiele in anderen Weilern. Deshalb Ja zur Walser Wohnqualität und Nein zur Industrialisierung von Triesenberg.

Gerold H. Schädler,
Im Täscherloch 49, Triesenberg

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