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Leserbrief

Drogen, Alkohol, Familienpolitik

Susanne Ospelt,Rüfenstrasse 5, Schaanwald | 4. Oktober 2018

Tagestätten sind was sehr Gutes. Ohne die geht es heutzutage nicht mehr. Leider ist es so, dass die ab dem 9. Lebensjahr nicht mehr wirklich geeignet sind. Viele Eltern nehmen ihre Kinder aus der Tagessstätte, da den Kindern langweilig wird. Es ist natürlich auch kaum zu meistern – viele Kinder und dann noch die kurz vor der Pubertät stehenden Kinder. Das Problem ist, dass die auf einmal alleine zu Hause sind. Die Eltern arbeiten ja weiter. Am Anfang klappt auch meistens alles gut. Vielfach ist es aber so, dass je älter sie werden, umso mehr sie sich alleine fühlen, denn es ist ja nach der Schule niemand zu Hause. Sie haben keine Regeln mehr. Bei den einen Kindern kann das gut ausgehen. Diese Gruppe ist auf sich selbst gestellt. Aber es gibt genügend andere, die einen Halt brauchen/bei denen es eine Aufsicht brauchen würde. Aber die Eltern haben meist aus finanziellen Gründen gar keine Möglichkeit, zu Hause zu bleiben. Den Kindern/Jugendlichen wird es langweilig und natürlich gehen sie zu den anderen nach draussen, die das gleiche Problem haben. Und schon ist man mit dem Alkohol und den Drogen konfrontiert. Bis da die Eltern mal drauf kommen, dass ihr Kind so was einnimmt, ist es meist schon zu spät. Da haben sich die Kinder/Jugendlichen schon so verselbstständigt, dass es nur Stress zu Hause gibt. Eltern sind abends müde von der Arbeit, der Sohn/dieTochter voll durch mit Drogen. Da kann es nur noch Krach geben. Und so geht es vielmals mehrere Jahre weiter. Stress mit der Schule, Stress wegen einer Ausbildung – und wer ist schuld? Anscheinend immer die Lehrer. Das familiäre Einkaufen ist schon obligatorisch am Sonntag. Wo ein Elternteil zu Hause ist, heisst es, Mama oder Papa, ich gehe noch zum Kollegen/zu Kollegin. Ja, ist gut, mein Kind. Es wird nicht mehr nachgeschaut, ob das auch wahr ist. Denn es wird den Eltern gesagt, ich war die ganze Zeit draussen mit meinen Kollegen/Kolleginnen. Und schon sind die Kinder in Gefahr. Denn mein Kind lügt nicht. Es lügt ja auch nicht, wenn es sagt, dass es draussen mit den Kollegen war. Aber sie sagen einem auch nicht immer alles, was sie getan haben. Und nichts sagen ist nicht gelogen. Es gibt zwar viele Sportstätten, Jugendgruppen, Veranstaltungen – aber es ist für das Alter ab 8 Jahren sehr schwierig, alleine dort hin zu gehen. Die brauchen halt immer noch eine Hand, die sie führt. Und hier fehlt eine Zwischenlösung. Für die Zukunft Liechtensteins ist das gar nicht gut.

Susanne Ospelt,
Rüfenstrasse 5, Schaanwald

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