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Leserbrief

«Bösartige Unterstellungen»

Manfred Schlapp,Zum St. Johanner, Vaduz | 3. Oktober 2018

Zum Leserbrief von Eva Rieger:
Erwartungsgemäss hat sich Frau Rieger auf den Gastkommentar von Herrn Georg Kieber («Volksblatt» vom 27. September 2018) gestürzt. In bewährter Manier pickte sie ein Wort heraus, um es für bösartige Unterstellungen zu missbrauchen – unbekümmert um den Kontext und ohne mein Buch «Es lockt der Ruf des Muezzins» zu kennen. Das ist ihr Verständnis von Wissenschaft! Das Wort, das sie aus der Rezension von Georg Kieber herauspickte, würde beweisen, dass es mir um die «Kriminalisierung einer Religion» gehe. Bei dieser angeblichen «Kriminalisierung» handelt es sich um das juristische Gutachten «Ein Vorschlag zur Neuinterpretation von Artikel 4 Grundgesetz», das unter der Federführung einer Karlsruher Staatsanwältin verfasst worden ist: siehe mein Buch, Seiten 145–147!
Als einen vermeintlichen Schlapp-Antipoden zauberte Frau Rieger Najem Wali aus dem Hut, ohne zu wissen, dass Najem Wali mein Freund ist, ein «Bruder im Geiste», um mit seinen Worten zu sprechen, den ich zweimal zitiere: siehe die Seiten 148 und 170 f. Und sie hat keine Ahnung von meinen Reflexionen über eine geglückte Zukunft im Zeichen des «West-östlichen Diwans»: siehe zum Beispiel die Seiten 256–258! Daraus ein Auszug: «Unverzichtbare Weggefährten auf dem Marsch in eine lichtvolle Zukunft sind iranische, türkische und arabische Gesinnungsgenossen, die von der Sufi-Weisheit erleuchtet sind: Wer sich zur Suche nach Wissen auf die Reise macht, wandert auf Allahs Weg zum Paradies. In ihrer Reisetasche möge noch eine andere altorientalische Weisheit verwahrt sein: Die Tinte des Gelehrten ist heiliger als das Blut des Märtyrers. Muslime, die in ihrer Reisetasche diese Weisheiten mitbringen, sind herzlich willkommen. Europäer, denen Menschen zur Seite stehen, die von einer solchen Gesinnung beseelt sind, können unbesorgt sein. Gemeinsam werden sie zwei grosse Herausforderungen meistern, mit denen wir konfrontiert sind: die Auseinandersetzung mit einem abwegigen Islam, der die Menschenrechte mit Füssen tritt, und die Entgiftung der braunen Jauche, die immer wieder hochschwappt.» Soweit ein Blick in mein Buch.
Zu schlechter Letzt fabulierte die seltsame Dame von einer Mail, in der ich sie der «Fäkaliensprache» bezichtigen würde. Eine solche Mail gibt es nicht, und so konnte sie eine solche Mail auch nicht retournieren, wie sie fantasierte. Um mich ihrer Diktion zu bedienen: Null «Kontrollsubstanz»!

Manfred Schlapp,
Zum St. Johanner, Vaduz

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