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Leserbrief

«Jubel backstage» zum Thema Drogen und Alkohol

Susanne Ospelt,Rüfenstrasse 5, Schaanwald | 3. Oktober 2018

Sehr geehrter Herr Pedrazzini,
ich finde die Interviews von den Jugendlichen super. Ich persönlich habe nur Mühe mit Ihren Antworten. Alkohol: «Der Konsum von Alkohol ist leider grösser, als die Gesundheitsexperten als gut anschauen.» Sehen Sie das anders als die Gesundheitsexperten? Auch, dass der Alkohol die Figur ruiniert, finde ich für einen Gesundheitsminister eine sehr schlechte Antwort. Auszug aus der Interpellationsbeantwortung der Regierung an den Landtag zum Umgang mit Cannabis in Liechtenstein vom 10. Juli 2018. Der Alkohol ruiniert vieles mehr als nur die Figur. Immerhin steht der Alkohol an erster Stelle für die direkten gesundheitsbezogenen Kosten, die in Liechtenstein für den Bereich der stoffgebundenen Süchte anfallen. Es ist auch so, dass die höchsten Kosten für psychische Störungen und Verhaltensstörungen durch Alkohol entstehen – im Jahr 2017: Anzahl Fälle 59; Tage: 781; Kosten: 642 076 Franken, davon Staatsbeitrag: 71 836 Franken.
Zu Drogen: Ihre Aussage «Das Cannabis ist dermassen stark» – was ist stark? Dass die Leute in die Klapsmühle kommen. In den von Ihnen genannten Klapsmühlen sind auch andere psychisch erkrankte Menschen! Apropos: 70-%-Schnaps kaufen die Leute über der Grenze. Also trinken die Liechtensteiner immer noch hochprozentigen Schnaps.Missbrauch der verschiedenen Drogen: Anzahl Fälle insgesamt 29, davon 6 Cannabinoide, die einen Aufenthalt von 283 Tagen zählen; Kosten: 167 178 Franken, davon Staatsbeitrag: 15 400 Franken; Kosten der verschiedenen Drogen ohne Cannabis: 328 572 Franken, Staatsbeitrag: 22 343 Franken. Das Schlimme ist, dass der Alkohol eben als normal gesehen wird. Die körperlichen Folgen werden selten aufgezeigt. Was der Alkohol, auch wenn es «nur Bier» ist, den Innereien und dem Gehirn antut, da spricht man nicht darüber. Bei den Drogen schon. Ich bin absolut Ihrer Meinung, dass Drogen nicht legalisiert werden sollen. Vor allem nicht für Jugendliche. Es ist leider auch so, dass viele nicht nur den Alkohol allein zu sich nehmen, sondern auch die Drogen. Und beides zusammen, das ist sehr gefährlich. Das wird leider sehr unterschätzt. Ich persönlich würde den Alkohol erst ab 18 Jahren freigeben. Was ich vermisse, ist eine gute Aufklärungskampagne. Nicht nur für die Jugendlichen, sondern auch für die Erwachsenen. Welche Unterschiede von Alkohol und Drogen gibt es? Welche Inhaltsstoffe haben die? Welche Stoffe sind eben so gefährlich? Was macht das für die Psyche aus? Welchen Unterschied gibt es von heute zu früher? Und das als landesweite Aufklärung.

Susanne Ospelt,
Rüfenstrasse 5, Schaanwald

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