Leserbrief

Die Summe aller Breitengrade, Teil 1

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern | 1. Oktober 2018

Zu den Leserbriefen von Hans und Stefan Frommelt von neulich. Ja, der Mensch ist von den Veränderungen dieser Welt, die er täglich selber sieht, tief betroffen. Er schaut vom Berg auf ein bis an den Rand des Erträglichen verbautes Tal. Er liest, dass pro Jahr 4,3 Milliarden Menschen einen Flug buchen. Er erfährt, dass permanent über 14 000 Flugzeuge in der Luft sind. Er erkennt, dass weniger Vögel an seinen Futterkasten kommen. Er liest vom Artensterben und überfischten Meeren. Er merkt, dass auch nach 100 Kilometer Fahrt kein Insekt mehr an seiner Windschutzscheibe klebt. Und manchmal friert er im Sommer und manchmal im Winter. Dazu braucht er weder Medienvorbeter noch Heilsverkünder. Auch keine Wissenschaftler, die irgendwo zwischen den Breitengaden ihre Fiebermesser in die launischen Winde halten, um ihre Daten dann in ein dafür passendes Diagramm zu schustern, um es hernach als die wahrste aller Wahrheiten zu verkünden.
Der Wissenschaft traut er nicht. Denn im Glaubenskrieg unter den Gelehrten, erkennt er längst den Betrug, in dem einzig das Geld bestimmt, was Wetter und was Klima zu sein hat. In seiner Not in der Sorge um die Luft, die seine Kinder noch zum Atmen hätten und um diesen unseren Globus, der bald leergefressen, lässt ihn der Staat aber nicht alleine. Denn dieser schenkt ihm Ablass, ob er will oder nicht. Die sinnlosen Dinge die er glaubt haben zu müssen, solle er nach Gebrauch nur dem richtigen Entsorger bringen, der es dann wiederverwertet, verbrennt, oder bis nach Afrika oder China verschifft. Sein Auto müsse nur eine kleine Plakette haben und der Umwelt wäre Genüge getan. Für alle anderen seiner «Vergehen» an ihr zahle er einfach seine CO2-Steuer um frei von Sünde zu sein. Und er solle sich tunlichst auf den anthropogenen Klimawandel einstellen, anstatt es zu wagen, diesen wunderbaren volksverdummenden Menschenkerker je zu hinterfragen.
Aber auch in diesem Kreislauf, in den er sich als von der Politik Bevormundeter einzufügen hätte, spürt er instinktiv, dass er leicht zu handhaben ist, wenn man ihm Angst und Schuld einhämmert. Dass ein bisschen C02 über das Schicksal der Menschheit zu entscheiden habe, glaubt er längst nicht mehr. Doch kann er sich aus dieser Fessel nicht mehr alleine befreien.
Lassen wir also die Denker und Zweifler, die die wissenschaftlich und staatlich geförderten Medienmanipulationen und deren menschenunwürdige Absichten erkennen, ihren Unmut weit in die Welt hinaus rufen.

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern

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