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Leserbrief

Mazedonische Begebenheit

ul. Vegova 2, 1000 Ljubljana, Slowenien | 22. September 2018

Geschichten und Kurzgeschichten zu erzählen, steht uns Menschen gut an. Das ist gesund, da kommunikativ und sozial.
Vor einiger Zeit hatte ich mich einige Zeit in Mazedonien aufgehalten. Das ist ein kleines Land wie Liechtenstein und doch vielen unbekannt. Mazedonien hat eine sehr besondere Vergangenheit, voll von Unterdrückung, Unfrieden, Kriegen. Und die Mazedonier sind froh und stolz, heute in einem unabhängigen Land zu leben.
In der Hauptstadt Skopje hatte ich Gerüchte vernommen, dass das Hotel, in welchem ich gebucht hatte, dem Geheimdienstchef gehöre! Hat der Geheimdienstchef das Hotel mit Wanzen versetzt, um gewonnene Erkenntnisse an die NSA weiterzugeben? Wenn nicht, was wäre er für ein Geheimdienstchef, der nicht einmal Wanzen anbringt? Werde ich gründlich überprüft oder wird gar meine Identität angezweifelt?
Nachdenklich betrat ich das Hotel und ging zur Lobby, um einzuchecken. Dort entdeckte ich ein grosses Buch, weil unübersehbar platziert, mit dem Konterfei eines breit lachenden Marco Büchel, liechtensteinischer Skirennfahrer.
Die geheimdienstliche Drohung war wie weggewischt, das lachende Gesicht von Marco Büchel dominierte die Lobby und das Hotel. Die Hausangestellten waren sehr freundlich und ich hatte einen angenehmen Aufenthalt im Hotel. Für mich blieb nur eine Frage offen: Wie war das Buch nach Skopje, Mazedonien gekommen?

Reto Walter Brunhart,

ul. Vegova 2, 1000 Ljubljana, Slowenien

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