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Leserbrief

Offener Brief an Mario Bühler zum Finanzgebaren in Triesenberg

Gemeinderat Triesenberg | 19. September 2018

Lieber Mario
In Triesenberg wird gemeinsam und parteiübergreifend nach guten Lösungen für die Gemeinde gesucht. Es läuft etwas. Das wird massgeblich durch die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat ermöglicht. Es ist sehr bedauerlich, dass du bei deiner Kritik an der Gemeinde nicht auf die Fakten und relevanten Entscheidungsgrundlagen des Gemeinderats eingehst. Deshalb nehmen wir zu deinen Vorwürfen nachstehend kurz Stellung:
Erstens: Die Gemeinde Triesenberg kaufte das IPAG-Gebäude inkl. Wohnhaus zu einem marktgerechten Preis. Es war immer auch dein Anliegen als langjähriger Gemeinderat, dass in Triesenberg für Gewerbe und Dienstleistungen etwas entsteht. Neben dem anstehenden Vorschlag für den Bodentausch mit der Gemeinde Triesen kam für uns das einmalige Angebot zum Kauf der Liegenschaft IPAG. Wie sich gezeigt hat, war dies ein richtiger Entscheid. Die Liegenschaft ist bereits heute an mehrere Unternehmen, ­inkl. deiner eigenen Firma, vermietet. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde nun auch das Einfamilienhaus an Triesenberger vermietet.
Zweitens: Die Räume im Triesenberger Rathaus stehen derzeit mehrheitlich leer. Deshalb sucht der Gemeinderat schon seit einiger Zeit nach neuen Nutzungen. Nun sind einige junge Triesenberger mit der Idee auf die Gemeinde zugekommen, im Rathaus Gemeinschaftsbüros bzw. Arbeitsplätze zum Mieten einzurichten, die von verschiedenen Anspruchsgruppen genutzt werden können. Das Angebot soll gemeinsam entwickelt und getestet werden, bevor es tatsächlich umgesetzt wird. Da die Idee vielversprechend und langfristig ausgerichtet ist, hat sich der Gemeinderat dafür entschieden, die Durchführung einer Testphase zu ermöglichen. Wird das gemeinnützige Projekt definitiv umgesetzt, muss es selbsttragend sein, und die Gemeinde wird Erträge für die gemieteten Räumlichkeiten erhalten. Anfang September wurde das Projekt in einer öffentlichen Veranstaltung in Triesenberg vorgestellt.
Drittens: Beim Verkauf des BGZ-Gebäudes gibt es etliche Pros und Contras, die auch im Gemeinderat kontrovers diskutiert wurden. Da sich diese Liegenschaft nicht im Perimeter der anstehenden Zentrumsentwicklung befindet und zusätzlich wichtige Arbeitsplätze in Triesenberg gesichert werden, hat sich der Gemeinderat einstimmig entschlossen, die Liegenschaft zu verkaufen. Der Verkaufspreis basiert auf einer Schätzung eines renommierten und langjährigen Immobilienunternehmens.
Lieber Mario, die drei oben genannten Gemeinderatsbeschlüsse waren im Gemeinderat alle unbestritten und einstimmig. Das alles hat mit dem Finanzausgleich nichts zu tun, gerne kannst du dich aber auch diesbezüglich informieren. Denn die Gespräche dazu laufen und sind – wie du dir vorstellen kannst – wichtig für Triesenberg.

Gemeinderat Triesenberg

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