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Leserbrief

«Keine Klima-, eher eine Wetter-veränderung»

Loretta Federspiel,Werthsteig 9, Mauren | 19. September 2018

Zum Leserbrief von Hans Frommelt, Triesen, im «Volksblatt» vom 15. September 2018:
Herr Frommelt warnt vor dem Nachrichtenkanal RT Deutsch, dem «russischen Fernsehsender» – in Demokratien sei es im Gegensatz zu autokratisch geführten Ländern dem «Medienkonsumenten überlassen zu glauben, was zutrifft». Eine seltsam widersprüchliche Aussage, wir haben ja das Glück, nicht einfach etwas glauben zu müssen.
Neben RT stehen uns zur bestmöglichen Information noch andere Medien zur breiteren, differenzierten Wahrheitsfindung zur Verfügung. Gerade auch auf alternativen Kanälen können wir wählen, welche Nachricht der persönlichen oder überhaupt der Wahrheit am nächsten kommt und von welchen Rechercheuren man sich überzeugen lassen will.
Was die erwähnte Klimaveränderung betrifft, so ist sie vielmehr eine Wetterveränderung (sehr lesenswert dazu: Ernst K. Jungk, Ein Plädoyer für das Molekül CO2). Es gab in Europa Wärmeperioden ohne Eingriffe des Menschen (9.–14 Jh. mit Feigenbäumen im Appenzellerland, Weinreben in Südschottland und fruchtbarem Grön/Grün!land; wenn es warm ist, geht es den Menschen und der Natur gut). Die Kleine Eiszeit dauerte dann bis zum 19. Jh.
Dass das von Menschen produzierte CO2 am «Klimawandel» schuld sei, gehört zu den irreführenden und irremachenden Behauptungen der Politik und der Presse. A. Merkel ist Physikerin und müsste es besser wissen. Ohne CO2 gäbe es unseren blauen Planeten nicht und folglich auch nicht uns Menschen. Die Pflanzen leben vom CO2, das sie mithilfe des Sonnenlichts in Pflanzenmaterial umwandeln. Bei diesem Prozess wird Sauerstoff ausgeschieden.
Die eingeredete Schuld, ob Menschen und menschliche Einrichtungen zu viel CO2 produzieren (3 Prozent der gesamten Emissionen, auch der Glühwurm atmet CO2 aus ...) lenkt eher davon ab, in welchem Masse wir uns erlauben, die Natur durch ausschliesslich materialistisch geprägte Eingriffe zu deregulieren. Die Wälder des Amazonas, frevelhaft abgeholzt, die grössten Umwandler von CO2 in Sauerstoff, sind sehr weit weg. Viel näher wären die Gärten vor unserer Haustüre, wo es keine verwilderten Ecken mehr geben darf, die verödeten, überdüngten Felder, wo nur für unseren abnormen Fleischkonsum produziert wird und kaum mehr ein natürlich fliessendes, sich selbst überlassenes Gewässer, das um seinetwillen, nicht dem Menschen unterworfen, sein Leben führt. Aber das ist ein Detail. Eigentlich läuft allzu vieles schief in unserer «Zivilisation».
«Richtig phantastisch wäre der Politiker, der sich vors Wählervolk stellt und sagt: Leutln, das materielle Gesundschrumpfen ist die Voraussetzung für das qualitative Wachstum der Seele.» (Günther Nenning: «Vorwärts zum Menschen zurück»)

Loretta Federspiel,
Werthsteig 9, Mauren

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