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Leserbrief

Integration durch Verbundenheit, nicht durch Verzicht

Robin Schädler,Stadel 16c, Balzers | 7. September 2018

In seinem Gastkommentar vom Mittwoch legt Ralph Wanger dar, dass seiner Meinung nach «der Verzicht auf die bisherige Staatsangehörigkeit als Integrationsbeweis» anzusehen ist («Volksblatt», 5. September 2018, S. 4). Er verkennt dabei, dass eine Integration bedeutet, dass man sich mit dem Lande Liechtenstein und seinen Werten verbunden fühlt. Integration bedeutet demgegenüber nicht, dass man seine Herkunft ablegt. Vielmehr wird unser Leben in Liechtenstein dadurch bereichert, dass Menschen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern und Kulturen Teil unserer Bevölkerung sind. Auch wenn eine in Liechtenstein aufgewachsene Person zum Beispiel aus Portugal kommt, portugiesisches Essen kocht und portugiesische Musik hört, ist sie eine Liechtensteinerin; dasselbe gilt für jemanden, der in New York studierte, ab und zu einen Burger isst und letztens beim Katy Perry-Konzert war. Wenn wir uns an der Vielseitigkeit Liechtensteins erfreuen, dürfen wir auch anerkennen, dass sich Personen mit mehreren Kulturen verbunden fühlen. Das Eine tut dem Anderen keinen Abbruch.

Robin Schädler,
Stadel 16c, Balzers

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