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Leserbrief

DU – Ein chaotischer Verein

Siegfried Sele,Haldenstrasse 7, Triesen | 6. September 2018

Einst war ich überzeugter DU-Anhänger und kandidierte deshalb 2017 für die DU. Leider musste ich feststellen, dass ich während dieser Landtagskandidatur praktisch keine Unterstützung der DU-Führung erfahren durfte. Nach den Wahlen wollten ich und andere Kandidaten/Kandidatinnen sich weiterhin für den Verein einbringen, was aber von Harry Quaderer nicht gewünscht war, sondern ganz im Gegenteil sogar verhindert wurde.
Nachdem bei der letzten ordentlichen GV, zu welcher ich eingeladen wurde und auch stimmberechtigt war (!?), nicht einmal ein Protokoll der vorletzten GV vorhanden war, habe ich Kritik geübt. Ebenso habe ich anlässlich dieser GV nachgefragt, was denn der grösste Ausgabeposten auf der Jahresrechnung sei. Dazu wurde mir mitgeteilt, dass Harry monatlich ein sehr beachtliches Gehalt aus der Parteienfinanzierung bezieht, laut Aussage für die Organisation von Vereinsanlässen etc. Ich wurde seit Anfang 2017 lediglich zu einem Anlass eingeladen, dem Neujahrsapéro 2018 in Triesen. Weitere Anlässe gab es nicht. Organisatorisch war von Harry nichts zu sehen.
Mitglieder, die Kritik üben oder fragwürdige Entscheidungen hinterfragen, sind bei Harry Quaderers DU-Verein nicht erwünscht und werden, um weitere unangenehme Fragen bei Mitgliedersammlungen zu verhindern, vom Vorstand einfach aus dem Verein ausgeschlossen. Was ist das aber für ein Verein, bei dem die Mitgliederversammlung als höchstes Organ die Aufnahme eines Mitglieds bestätigen muss, der Vorstand jedoch Mitglieder nach Belieben – auch ohne Begründung – aus dem Verein ausschliessen kann?
Nach den Ereignissen der letzten zwei Wochen ist mir klar geworden, dass Herr Quaderer Angst vor der unzufriedenen Parteibasis hatte und sich einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung, mit deren Einberufung ein paar Mitglieder gedroht hatten, nicht zu stellen traute.
Toll auch, wenn Harry im «Hoi du» von Vereinsstatuten spricht – hier schlage ich ihm vor, diese mal etwas genauer zu studieren, denn von Stichentscheid ist in denen nun wirklich nichts enthalten.
Zumindest in einem Punkt gebe ich Harry Quader recht (Aussage von ihm in einem Radio-L-Interview in 2017): «Der Verein DU ist ein etwas chaotischer Verein.» Zu ergänzen ist lediglich, dass die Verantwortung dafür ganz allein er selbst trägt.
Dass ich nun mit den Herren ­Elkuch, Hasler und Rehak vollumfänglich sympathisiere, versteht sich von selbst.

Siegfried Sele,
Haldenstrasse 7, Triesen

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