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Leserbrief

Seniorenresidenz fehlt – Dentschs Vorschläge

Agnes Dentsch,Poliweg 12, Ruggell | 30. August 2018

Wir haben zwar Pflegeheime, aber keine Altersheime (Seniorenresidenz) beziehungsweise betreute Alterswohnungen für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, die aber noch «fit» im Kopf sind.
Wie ich das mir vorstelle?
1. Ein maximal dreistöckiges Gebäude, in U-Form gebaut. Viel Licht, Grünfläche mit Pflanzen, gemütliche Einrichtung. Nichts Hypermodernes.
2. Im Parterre: Küche, Speisesaal und Cafeteria für alle. Ein gemütlicher Garten mit Grünbereich. Täglich frisch und schmackhaft zubereitete Gerichte aus Regionalprodukten. Speisekarte mit Auswahl, Mittagsmenüs für die Woche.
Fakt ist: Eine vitalstoffreiche Ernährung ist die Grundvoraussetzung zur Erhaltung der Gesundheit.
3. Ein kleines Schwimmbad für «Aquafit» oder auch nur zum Plantschen; Erholungsräume mit Musik und für sanfte Massagen; ein Fitnessraum; ein Bibliothek, Bastelräume.
4. Kindergarten und/oder Tagesstätte mit Verpflegung aus der hauseigenen Küche.
5. Im ersten und zweiten Obergeschoss: bezahlbare Alterswohnungen mit Küche, Bad und Balkon für betreutes Wohnen. Ab- und zu mal selber kochen kann die Selbstständigkeit nur fördern.

Was noch?
1. Freundliches und geduldiges Personal mit Herz. Kochen, backen, musizieren, singen, tanzen, lachen (sehr wichtig), basteln etc.
2. Regelmässige Aufklärungsarbeit (sehr wichtig) über Medikamente, Krankheiten, Alternativen, Leistungen der Ärzte und Krankenkassen etc. Nur ein aufgeklärter Patient kann Verantwortung übernehmen.
3. Arztbesuche: Jedes Haus sollte einen eigenen Arzt oder eine eigene Ärztin haben. Keine willkürlichen Arztbesuche von verschiedenen Ärzten. Bei Senioren findet man immer eine «Krankheit», die aus der Sicht der Ärzte behandlungsbedürftig ist.
4. Medikation: Maximal fünf verschiedene Mittel, zu viel Medikamente machen nämlich krank. Keine Medikamente zur Reserve horten. Weniger Medis bedeutet weniger Arztbesuche und Spitalaufenthalte, dafür mehr Lebensqualität.
Viel Lachen und Spass zu haben ist auch im hohen Alter möglich, wenn man die Senioren nur lässt: Weniger Vorschriften, mehr Freiheit für Bewohner. In einem solchen Heim zu leben könnte ich mir auch vorstellen.

Agnes Dentsch,
Poliweg 12, Ruggell

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