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Leserbrief

Johann Dobler und sein Prinz

Víctor Arévalo Menchaca, Univ. Prof. Dr. iur., Auring 56, Vaduz | 24. August 2018

Die «Liewo»-Titelgeschichte vom 12. August, «Johann Dobler, ein Alp-hirt, wie er im Buche steht», die Frau Désirée Vogt schreibt, ist hervorragend. Rhythmisch klangvoll wirken die Bildgestaltung und der Text so zusammen, dass die Prosa Stimme für das Gehör wird, geschichtlichen Sinn gewinnt und lichtdurchflutet uns stets begleitet.
Herr Johann Dobler, der «Barfüasser», Prinz, der Bergamasker Hirtenhund, Katzen, Kühe verewigen sich archetypisch einleuchtend beim Erzählen. Die Macht der Worte, weil uns diese das Wahre erschliessen, besiegt die Vergänglichkeit der Taten, reicht jenseits des sich in jedem Jetzt selbst vernichtenden Alltags weit hinaus, frisst sich entschlossen in der Gegenwart fest und hellt uns vorlaufend die Zukunft auf.
Eine Meisterleistung auch in ihrer Reichweite für ein Volk als Ganzes!
Was sagt die Erzählung uns, Opfer der Geworfenheit unseres Daseins ins Knäuel Täler, die sich als Hoch- und Unterland zu unterscheiden wähnen, Gefangene fiktiver Höhen, die uns fremde Habgier vorgaukelt, um uns kraft der Furcht vor dem Verlust solches Nichts Unterwürfigkeit einzubläuen? Nichts? Oder vielmehr ruft die Erzählung uns zum entschlossenen Handeln auf, der Eigentlichkeit unserer eigensten Existenz folgend die Wahrheiten aus der Verborgenheit des trügerischen Scheins herauszureissen? Die Antwort darauf gehört jedem Einzelnen.
Johann und Prinz werden sicher weiter auf der Alp Hintervalorsch für uns alle, die zu lesen verstehen, «krampfen» und Wacht halten.

Víctor Arévalo Menchaca, Univ. Prof. Dr. iur., Auring 56, Vaduz

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