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Leserbrief

Kein positives Signal nach aussen!

Marlen Frick-Eberle, Pädergross 11, Balzers | 13. August 2018

Der 8. August 2018 war ein sehr heis­ser Tag, daher ist das Ansinnen, uns den Langlauf-City-Sprint in Vaduz schmackhaft zu machen, der Hitze zuzuordnen. Unter dem Deckmantel «grosse Medienpräsenz», «positives Marketing», «positive Wirkung Liechtensteins nach aussen», «super Werbeeffekt» und «Imagepflege» versucht man wohl diese unsinnige Veranstaltung zu vermarkten. Der Zeitpunkt könnte nicht besser gewählt sein; Hitze und Wassermangel in ganz Europa, Äcker verdürren, die Bauern müssen ihren Viehbestand dezimieren mangels Winterfutter, minimale Ernten werden eingefahren, die Alpen müssen bewässert werden, Notfallpläne für die Landwirte werden erstellt. Das Ansinnen, bei uns einen City-Event durchzuführen, der uns Steuerzahler 800 000 Franken kosten wird, Wasser und Energie zu verschwenden, bedeutet für mich einen Affront gegenüber allen, die unter diesem enormen Hitzesommer leiden und schwerwiegende Folgen zu tragen haben. Auch wenn bei uns die Quellen noch munter sprudeln, sollte man die Zeichen des Klimawandels nicht ausser Acht lassen. Die Natur zeigt uns arroganten Menschlein immer wieder den Meister, und was wir unseren Nachkommen hinterlassen, sollte uns zu denken geben. Ich glaube nicht, dass Liechtenstein mit diesem Event ein positives Signal nach aussen sendet. Langlauf-WM in Steg allemal, denn dort gibt’s (hoffentlich) Schnee von Mutter Natur und eine super präparierte Loipe!
Werte Volksvertreter im Landtag, euer gesunder Menschenverstand ist gefragt.

Marlen Frick-Eberle, Pädergross 11, Balzers

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