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Leserbrief

Tour de Ski à la Liechtenstein

Dr. Alexander Ospelt, Präsident LSV | 13. August 2018

In einem Forumsbeitrag zur Tour de Ski vom 11. August schliessen die DU-Landtagsabgeordneten Erich Halser und Herbert Elkuch, indem sie mitteilen, dass sie über eine Sportgrossveranstaltung mit sich reden lassen, wenn diese an einem dafür geeigneten Ort ausgetragen wird. Sie sind allerdings der Meinung, bei der Tour de Ski würde mit Vaduz nicht der richtige Ort gewählt, sondern dass diese auf den Loipen in Steg ausgetragen werden sollte. Dafür führen sie vor allem Umweltaspekte ins Feld. Der Steg wurde von den Verantwortlichen als primärer Austragungsort geprüft, aber gerade die Umweltaspekte haben zum Schluss geführt, dass es besser ist, den Schnee zu den Leuten zu bringen statt die Leute in den Schnee. Wie der Analyse des bei der Regierung eingereichten Konzepts entnommen werden kann, ist der Treibstoffverbrauch bei einer Durchführung in Vaduz geringer als bei einer Durchführung im Steg. Die rund 800 Personen im regulären Tourtross – Athleten und Athletinnen, ihre Betreuerinnen und Betreuer und Medien – sowie das Publikum müssten bei einer Durchführung in Steg einerseits eine weitere Strecke zurücklegen. In der Berechnung nicht eingeschlossen, jedoch nicht zu vernachlässigen, ist die wesentlich bessere ÖV-Anbindung von Vaduz, wodurch nach Vaduz ein wesentlich grösserer Teil mit den ÖV anreisen kann. Die Schneeproduktion hat auf jeden Fall stattzufinden – egal, ob der Anlass in Vaduz oder in Steg stattfinden würde. Die Schneeerzeugung erfolgt ohne jegliche chemische Mittel bei den idealen Temperaturen in Steg und wird dort gelagert. So braucht es für die gesamte Schneeerzeugung etwa dieselbe Menge an Strom wie der Betrieb des Eisplatzes in Vaduz während 11 Stunden oder 3 ¾ Stunden Beleuchtung im Stadion Vaduz. Vor allem ökologische Gründe sprechen dafür, dass Vaduz der richtige Ort ist. Aber selbstverständlich provoziert ein solcher Anlass mehr Verkehr und einen zusätzlichen Energieverbrauch. Dies tun aber beispielsweise auch die Bregenzer Festspiele, deren wirtschaftliche Bedeutung und Reputation für das Land Vorarlberg unumstritten sind. Natürlich müssen Vor- und Nachteile sorgfältig abgewogen werden. Mit der Austragung der Tour-de-Ski-Etappe in Vaduz hätten wir aber die Gelegenheit, unser Land von seiner besten Seite zu präsentieren. Durch die Liveübertragung und die zugehöri­-gen Vor- und Nachberichterstattungen weltweit sowie Posts in den sozialen Medien kann ein grosser medialer und imagewirksamer Auftritt realisiert werden. Es wäre also eine grosse Chance, unser Land mit einer Tour de Ski à la Liechtenstein attraktiv darzustellen.

Dr. Alexander Ospelt, Präsident LSV

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