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Leserbrief

Wer kennt das Kontrastmittel Gadolinium?

Denise Kaufmann, Am Irkales 11, Vaduz | 26. Juli 2018

Ein Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirugie empfahl mir, für meine Fussballenprobleme ein MRI mit Kontrastmittel im Spital Grabs machen zu lassen. Die Praxisassitentin vereinbarte einen Termin mit dem Spital Grabs und gab mir zu verstehen, dass ich zwei Termine benötige. Zufällig wurde am selben Abend im Fernsehen in der Sendung «Plus/Minus» von Patienten berichtet, die alle einen MRI-Untersuch mit dem Kontrastmittel Gadolinium hatten und dadurch heute noch an schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen leiden. War diese Sendung ein Wink des Schicksals? Am nächsten Morgen wollte ich es genau wissen. Ein Anruf nach Grabs sollte mir Klarheit bringen. Die zuständige Person bestätigte mir, dass dieser Untersuch nur mit zwei Terminen machbar ist, doch so genau wollte sie mir den Grund nicht nennen. Ich bohrte weiter mit der Frage, wie denn der Name des Kontrastmittels lautet. Da nannte sie den Namen Gadolinium, darauf annulierte ich beide Termine. Des Weiteren informierte ich mich genauer im Internet, was es mit diesem Kontrastmittel auf sich hat. Die Ärzte nahmen bisher an, dass der Körper das Kontrastmittel innerhalb weniger Stunden wieder ausscheidet. Ganz im Gegenteil, dies bestätigt die Europäische Arzneimittel Behörde (EMA). Medizinern war dies schon länger bekannt, dass Gadolinium Monate, ja sogar über ein Jahr im Körper nachgewiesen werden kann – in der Haut, in den Knochen und sogar im Gehirn. Die EMA schätzt das Risiko durch die Ablagerungen hoch genug ein, um einen Zulassungsstopp zu empfehlen. Ab März 2018 wurden die meisten linearen Kontrastmittel, die metallhaltig und dadurch giftig sind, vom Markt genommen. Natürlich gäbe es diverse Alternativen, die nicht gesundheitsschädigend sind und erst noch viel günstiger wären. Im Nachhinein bestätigte mir ein Fachmann auf diesem Gebiet, dass ein teurer MRI-Untersuch für meine Fussballenprobleme absolut nichts gebracht hätte. Daher empfehle ich jedem: Mach dich schlau im Internet, hole eine ärztliche Zweitmeinung ein, denn Ärzte profitieren von unserer Ahnungslosigkeit!

Denise Kaufmann, Am Irkales 11, Vaduz

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