Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Unterland wird erneut benachteiligt

Alexander Batliner,Fürstenfeld 6, Mauren | 22. Januar 2016

Verkehrspolitik

Das «Volksblatt»-Interview mit Regierungsrätin Marlies Amann-Marxer zur aktuellen Verkehrspolitik zeigt einmal mehr, dass im Verkehrsbereich das Unterland gegenüber dem Oberland stark benachteiligt wird. Während die Arbeiten zum Bau des Industriezubringers Vaduz-Triesen auf Hochtouren laufen, sollen im Unterland irgendwann Workshops zwischen Land und Gemeinden durchgeführt werden. Das Verkehrsproblem Unterland wird nun sicher schon 20 Jahre diskutiert und nun will man wieder von vorne anfangen zu reden. Wann wird endlich gehandelt?
Dies wäre zumindest in Bezug auf die Zentrumsgestaltung von Schaan-wald und von Nendeln einfach, liegen doch fertige Konzepte in der Regierungsschublade. Von der Schaffung eines Dorfzentrums in Schaanwald durch die Umfahrung des «Zuschg-Gebäudes» will die Regierung anscheinend nichts mehr wissen, obwohl dies der Gemeinde schon vor Jahren versprochen wurde und die Pläne hierfür fertig ausgearbeitet sind. Die Zentrumsgestaltung Nendeln, ebenfalls seit Jahren versprochen, wird nun erneut verschoben. Dies wird mit der gescheiterten S-Bahn-Vorlage begründet, obwohl das eine auch ohne das andere realisiert werden könnte. Mit dieser Verweigerung widersetzt sich die Regierung auch den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag, in welchem klar aufgeführt ist, dass die beiden Projekte in Schaanwald und Nendeln bis zu den nächsten Wahlen einer definitiven Entscheidung zugeführt werden müssen. Die Leidtragenden sind einmal mehr die Einwohnerinnen und Einwohner von Schaanwald und Nendeln. Und da fragt man sich, weshalb das Vertrauen in die Politik abnimmt?
Während in Feldkirch bald die Arbeiten zum Stadttunnel beginnen, wird bei uns immer noch geredet und zerredet, obwohl die Lösung auf dem Tisch liegen würde: Die Regierung muss eine Strategie betreffend einer Verbindung der beiden Rheintalautobahnen nördlich von Feldkirch erarbeiten und unsere beiden Nachbarn mit Nachdruck zur Umsetzung eines solchen Projektes drängen, es unterstützen und fördern. Denn eines ist klar: Ein Stadttunnel ohne diese Autobahnverbindung wird – egal welche Massnahmen sonst noch getroffen werden – praktisch allen Gemeinden des Unterlandes massiven Mehrverkehr bringen. Und dies wird sich negativ auf die Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner des Unterlandes auswirken. Es ist also höchste Zeit, dass die Regierung im Verkehrsbereich dem Unterland endlich jene Aufmerksamkeit schenkt, welche dem Oberland schon lange zukommt.

Alexander Batliner,
Fürstenfeld 6, Mauren

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung