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Leserbrief

Wozu brauchen wir ein Landesspital?

Elke Wohlwend,Duxgass, Schaan | 6. Juni 2018

Vor Jahren kam ich nach einem Unfall in den Rollstuhl, Diagnose Tetraplegie. Zum Glück kam noch etwas Gefühl zurück, sodass mühsam ein paar Schritte mit Krücken und bei der Mobilisation möglich sind. Trotzdem geht bei mir als sogenannte inkomplette Tetraplegikerin nichts ohne Rollstuhl.
Der Schock war deshalb gross, als ich kürzlich beim Duschen ausrutschte und das Wadenbein brach. Wie geht es weiter mit mir? Folgt jetzt langes Liegen mit oder ohne Operation, da die Mobilisation in dem Rollstuhl mit einem nicht belastbaren Bein unmöglich ist? Und damit der Verlust der Selbstständigkeit? Ich malte mir schon das Schlimmste aus.
In der Folge kam ich ins Kantonsspital Graubünden. Dort wurde ich nach einem Tag Aufenthalt zurückverlegt ins Landesspital. Heute muss ich sagen, zum Glück. Im Landesspital wurde Dank der Umsicht und Fachkompetenz von Chefarzt Dr. Tabarelli, seinem Stellvertreter Dr. Kreibich und dem neu hinzugestossenen Dr. Vogt die ideale Lösung für mich gefunden. Nach ein paar Tagen abschwellen wurde mein Bruch mit einer schonenden Operation auch für meine Ödeme durch Dr. Vogt und Dr. Kreibich und mit Schnitt von 1 cm Länge ideal wieder gerichtet, sodass ich umgehend meinen Fuss wieder belasten konnte, etwas, was ich mir nie vorgestellt hätte. Dazu wurde ich in den 10 Tagen im Landesspital von der Pflege und der Hauswirtschaft vorbildlich in einem familiären Umfeld betreut und versorgt. Schön war, dass hier Humor auch erlaubt war und gelacht werden konnte und mich meine Familie und Freunde besuchen konnten.
Dank dieser umsichtigen Betreuung, der danach verordneten intensiven Reha in Valens, kehrte die Selbstständigkeit wieder zurück, sodass ich mich heute wieder selbstständig zu Hause bewegen kann. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Landesspital.

Elke Wohlwend,
Duxgass, Schaan

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