Leserbrief

Unfassbar

Peter Forstinger,Am Exerzierplatz 37, Vaduz | 6. Juni 2018

Der Bericht des Dr. Alois Büchel, zusammengefasst im Buch «Unfassbar», macht mich betroffen und wütend. Mein Vertrauen gegenüber Politikern und Leitern von staatlichen Institutionen ist stark geschrumpft. Wir Liechtensteiner müssen dieses Buch lesen, um die politischen Zusammenhänge der vielen Pannen in der Vergangenheit nachvollziehen zu können und auch künftig die Entscheidungen unserer gewählten Politiker des Landtages und das Vorgehen unserer staatlichen Behörden zu verstehen.
Die Telefone der im Buch/Bericht genannten Personen müssen über die letzten Tage heiss gelaufen sein – mit den Fragen verbunden: «Wie wollen wir als Beschuldigte vorgehen? Wie reagieren wir?» Das vorgefallene zu ignorieren, geht nicht mehr. Ich bin der Meinung, alle Personen, welche glauben, im Buch/Bericht falsch dargestellt, verleugnet, zu Unrecht beschuldigt worden zu sein, müssen gegen Dr. Alois Büchel juristisch vorgehen und Strafanzeige einreichen, sofort und mit aller Härte. Die Genannten müssen alle Anschuldigungen widerlegen und den Gegenbeweis antreten. Um aber die Steuerzahler nicht nochmals zu belasten, müssen sie die gesamten Gerichts- und Verfahrenskosten aus ihren Privatvermögen begleichen.
Sollten diese Mandatare und Mandatsträger davon absehen, Dr. Alois Büchel zu klagen, gibt es nur die Lösung eines sofortigen Rücktritts aus allen Ämtern. Die Liste der Rücktrittskandidaten wäre lang.
Um sicherzustellen, dass die ganze traurige Angelegenheit in Regierung, Staatsanwaltschaft, Verwaltung, Institutionen etc. sauber aufgearbeitet wird, kann ich nur noch (SD) Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein auffordern, die nötigen «Aufräumarbeiten» anzustossen und zu überwachen. Ich lege meine Hoffnung in seine Hände. Die Landespresse wird einer Kontrollfunktion auch künftig nicht nachkommen. Auch die Reputation des Fürstenhauses ist durch die im Buch beschriebenen traurigen und kriminellen Vorgänge im Lande Liechtenstein in Gefahr. Es darf uns allen nicht egal sein, wie wir vom Ausland beurteilt werden. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass die Schuldigen doch noch zur Verantwortung gezogen werden.

Peter Forstinger,
Am Exerzierplatz 37, Vaduz

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