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Leserbrief

Ich hoffe, dass sich nun etwas tut

Tamara Beck,Arinstrasse 15, Sevelen | 23. Mai 2018

Auch als Ausland-Liechtensteinerin, Mutter und Bloggerin verfolge ich die Familienpolitik in Liechtenstein mit grossem Interesse. Zumal in der Schweiz die Situation ähnlich ist. So konnte ich es mir am Donnerstag einrichten, an der Präsentation der Ergebnisse der Familienbefragung teilzunehmen. Die waren spannend und die Wünsche der Eltern eindeutig. Es sind Forderungen, wie ich sie selbst bereits vor zwei Jahren geäus-sert habe und die ich als in der Elternberatung tätig regelmässig wahrnehme. Der Auftrag an die Politik ist klar. Noch deutlicher ist die Kritik an der Wirtschaft, die vieles, was heute schon theoretisch möglich sein sollte, verhindert: dass auch Väter nach der Geburt freie Tage beziehen dürfen, dass der unbezahlte Elternurlaub in Anspruch genommen werden kann, dass genügend Teilzeitstellen vorhanden sind beziehungsweise geschaffen werden. Dass (werdende) Mütter einen grossen Druck verspüren.
Manche Dinge auf der Traktanden-Liste sind möglicherweise einfach und schnell umzusetzen, wie zum Beispiel flexible Eingangszeiten an Kindergärten und Schulen und das flächendeckende Angebot von Mittagstischen. Anderes, wie die Verlängerung der Karenz, Betreuungsgeld oder das Konzept einer finanziell unterstützten Elternzeit im ersten Lebensjahr des Kindes, dürfte mehr Zeit und Einsatz bedürfen, um in kleinen Schritten umgesetzt und langsam reifen zu können.
Mit den Ergebnissen der Umfrage liegen die Wünsche der Eltern an die Familienpolitik jetzt auf dem Tisch. Ich hoffe, dass nun mit Elan an die Sache herangegangen wird, damit sich endlich etwas tut und Liechtenstein bald als gutes Beispiel für ein familienfreundliches Land glänzen kann.

Tamara Beck,
Arinstrasse 15, Sevelen

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