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Leserbrief

Für bezahlbare und sichere Telefonie

Thomas Rehak, Erich Hasler, Herbert Elkuch | 19. April 2018

Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes durch die LKW verlieren die bestehenden Kupfer- und Koaxnetze an Bedeutung und an Wert. Diese haben eine kleinere Übertragungsleistung, sind jedoch für viele private Nutzer ausreichend. Kann das alte Netz für einfache Ansprüche, entsprechend preisgünstig, im Betrieb bleiben? Gibt es Provider, die das alte Netz weiterbetreiben würden? Wie kann die Abhängigkeit von einem einzigen Telefonanbieter verringert werden? Diese und andere Fragen möchten die Abg. Thomas Rehak, Erich Hasler und Herbert Elkuch mit ihrem Postulat beantwortet haben. Die Regierung soll den finanziellen Wert der Kupfer-, Glasfaser- und Koaxialkabelnetze im jetzigen und im Zeitpunkt nach dem fertigen Ausbau des Glasfaserkabels berechnen. Im Weiteren soll die Regierung prüfen, ob es Sinn macht, neben der Telecom FL AG noch weitere Provider zuzulassen. Gibt es Provider, die das LKW-Koaxialnetz übernehmen und Telefonie und Internet anbieten möchten. Nur diese Fragen sind im Postulat gestellt.
Trotz des im Postulat klar formulierten Auftrags an die Regierung gibt Regierungsrat Daniel Risch im «Vaterland» vom 14. April eine völlig falsche Interpretation des Postulatsinhalts wieder. Völlig daneben ist beispielsweise die Behauptung, dass die Bürger zwei Telefonanschlüsse haben müssten und dass das LKW-Monopol zum Netzausfall beigetragen habe. Nichts von dem ist im Postulat so geschrieben worden. Regierungsrat Daniel Risch glaubt, mit einer Vier-Millionen-Franken-Investition ins Netz eine Minimierung der landesweiten Telefonausfälle zu erreichen («Vaterland» vom 14. April), obwohl nicht das Netz das Problem des Telefonie-Blackouts war.
Bekannt ist: Es gibt keine 100-prozentige Ausfallsicherheit. Mit weiteren Telecom-Anbietern mit unabhängiger Infrastruktur könnte allerdings ein Totalausfall eher vermieden werden als mit nur einem Monopolisten. Das ist insbesondere für das Funktionieren der Notfalldienste elementar. Vorhandene parallele Netzinfrastrukturen sollten bis zu ihrem endgültigen Lebensende optimal genutzt werden, zwecks höherer Angebotsvielfalt (Wettbewerb) und Ausfallsicherheit. Dem einen genügt Telefon und Fernseher, für den anderen ist höchste Internet-Verfügbarkeit für seine Firma wichtig. Dabei soll der Bürger mit kleinen Ansprüchen nicht die Belange anspruchsvoller Nutzer, mitunter noch deren Schadenersatzforderungen, mitfinanzieren müssen. Unser Ziel: Sichere und bezahlbare Telekommunikationsdienstleistungen für Privatpersonen und Firmen, und endlich etwas Wettbewerb in diesem wichtigen Sektor!

Thomas Rehak, Erich Hasler, Herbert Elkuch

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