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Leserbrief

Klares Nein zu Jufa-Hotelprojekt in ­Wildhaus

Klaus Schatzmann,Megeriweg 5, Triesen | 18. April 2018

Mag sein, dass die Ablehnung des Jufa-Hotelprojekts aus tourismus-strategischer Sicht eine Katastrophe für Wildhaus ist. Es steht uns nicht zu, dies zu bewerten. Erstaunlich ist allerdings ein Vergleich mit Liechtenstein. Hier werden von den Gemeinden keine finanziellen Beteiligungen für Hotelprojekte gefordert, aber Grundstücke im Baurecht zur Verfügung gestellt, dass es nur noch so «Chlöpft und Tätscht». Es sind denn auch keine Tourismusfachleute, die Hotelprojekte verwirklichen wollen, sondern branchenfremde , die «Inväschtments» tätigen. Man redet von Marktanalysen, touristischem Mehrwert, Nächtigungspotenzial, Hotelbetten, Arbeitsplätzen etc. etc. Bisher dachte ich immer, dass es dabei eigentlich nicht um Boden im Baurecht, Renditeobjekte, Laufmeter und Kubik bauen, abkassieren und nach mir die Sinthflut gehen sollte, sondern vor allem um eines: Gäste! Ein Wort, das ich in dem Zusammenhang noch nie gehört habe. Wenn wirklich etwas Substanzielles für die Hotellerie und den Tourismus entstehen sollte, darf man das Feld nicht selbsternannten touristischen Pausenclowns überlassen, denen es nur um den eigenen Profit geht. Die neu realisierten Hotelprojekte im Liechtensteiner Unterland, Vaduz und Malbun machen bisher durchaus Sinn, entsprechen einem Bedürfnis und bilden tatsächlich einen touristischen Mehrwert. Ich würde sogar behaupten, sie waren notwendig. Die Eigentümer haften mit ihrem eigenen Vermögen und sind allein schon deshalb an einer Nachhaltigkeit interessiert. Daumen hoch, so muss es sein! Ob es allerdings so weitergehen kann?
Dass sich die Berufskollegen in Wildhaus geschlossen gegen das Projekt ausgesprochen haben, dafür habe ich ein gewisses Verständnis; wäre ich Hotelier in Wildhaus, hätte ich aber dennoch für das Projekt gestimmt, denn Stillstand bedeutet Rückschritt. Trotzdem beneide ich die Kollegen in Wildhaus. Warum? Eine Entscheidung wie dort wäre hier absolut unmöglich gewesen, denn die, um die es (ausser den Gästen) geht, haben hier schon seit Jahrzehnten nix zu melden, gerade weil sie sich eben selbst nicht zu Wort melden. Die Hoteliers!

Klaus Schatzmann,
Megeriweg 5, Triesen

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