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Leserbrief

Das Landesmuseum

Irene Lingg-Beck, PlankenStiftungsratspräsidentin 2006–2014 | 26. März 2018

Die Präsidentin des Stiftungsrates, Renate Wohlwend, hat in zwei Kommentaren sachlich über das Landesmuseum LLM berichtet. Es erstaunt mich deshalb sehr, dass Elmar Gangl in einem mehr als tendenziösen Interview vom 24. März 2018 im «Volksblatt» mit Renate Wohlwend nur an Kritik interessiert ist auch nicht davon zurückschreckt, die Mottenkiste zu bemühen. Als organisatorischer Leiter der Ligita (Liechtensteinischen Gitarrentage), einer hochgeachteten und hervorragenden kulturellen Institution, sollte er wissen, was es an personellem und finanziellem Aufwand von öffentlichen und privaten Geldgebern und an vielem Herzblut braucht, bis sich so etwas etabliert und einen Namen gemacht hat. Das gilt auch für das Landesmuseum.
Ein Blick in die Jahresberichte des LLM, einsehbar in der Homepage, zeigt den grossen Liechtensteinbezug der Sonderausstellungen. Das wissen vor allem jene Besucher, die das LLM regelmässig besuchen. Zudem: wie die Ligita lebt auch das Landesmuseum von ausländischen Künstlern und Besuchern, auch wenn wir in Liechtenstein hervorragende und verdiente Kulturschaffende haben. Der Reiz und die Qualität liegen ja auch im Vergleich mit anderen.
Dem Direktor des LLM, Rainer Vollkommer, und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben wir grossartige Ausstellungen zu verdanken. Mit seinem Netzwerk, v. a. in Europa, und seinem hervorragenden Ruf ist er ein exzellenter Kulturbotschafter Liechtensteins und nur deshalb war es z. B. möglich, die Kaufurkunde «Oberland 1712» aus dem österreichischen Staatsarchiv im Rahmen einer Sonderausstellung erstmals in Liechtenstein zeigen zu können. Dasselbe gilt für wertvolle Exponate, die diverse Besitzer/Museen vorher noch nie in fremde Hände gegeben, sie aber gerne dem LLM-Direktor Vollkommer anvertraut haben.
Es ist deshalb inakzeptabel, wenn ein kleingeistiger Kulturvertreter (und Gleichgesinnte) einen weiteren Versuch unternimmt, in perfider Art und Weise eine Kulturinstitution wie das Landesmuseum zu diskreditieren und den Direktor zu demontieren, in der Hoffnung, sich damit wo und bei wem auch immer, Lorbeeren zu verdienen. Das ist nicht nur respektlos gegenüber dem Landesmuseum und seinen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern einfach nur erbärmlich!

Irene Lingg-Beck, Planken
Stiftungsratspräsidentin 2006–2014

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