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Leserbrief

«Prävention beste Kostenbremse»

Johann Ott, Präsident desVereins Herzgruppe | 17. März 2018

Man kann es kaum glauben, auf der prominenten Seite 3 im «Vaterland «lachen alle bekannten Grössen unseres Gesundheitswesens unter der Schlagzeile «Gesundheitswesen: Prävention wäre die beste Kostenbremse».
Der Herzgruppe, einst vom Landesphysikus Oskar Ospelt ins Leben gerufen, wurden zu Beginn des Jahres 2014 die finanziellen Mittel entzogen. Der Staat wollte sich diese Prävention nicht mehr leisten. Die Betroffenen, nämlich die Herzpatienten, in dumpfer Vorahnung der Entwicklung unsres Gesundheitswesens, hatten sich zuvor zu einem Verein zusammengeschlossen und schliesslich zur Selbsthilfe gegriffen. Dazu musste die Organisation aufgebaut und die Kosten reduziert werden. Letztere konnten ohne Qualitätseinbusse um mehr als das Dreieinhalbfache reduziert werden. Dennoch, ganz umsonst ist diese Prävention nicht geworden, aber dank emsiger Bemühungen um Geldgeber gibt es die Herzgruppe mit ihrem präventiven Bewegungsprogramm immer noch, allerdings ohne Unterstützung von der Dame und den Herren, die jetzt lachend aus der Zeitung schauen. Die Anfragen dorthin sind allesamt unbeantwortet geblieben. Wie die bisherige Entwicklung zeigt, reichen weder Streitereien und auch kein freundliches Lächeln in die Kameras, so wenig wie kluge Sprüche, um im Gesundheitswesen erfolgreich zu werden; die Glaubhaftigkeit ist verspielt.

Johann Ott, Präsident des
Vereins Herzgruppe

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