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Leserbrief

Die Sekte in Liechtenstein

Pirmin Zinsli,Kaplan in Balzers | 16. März 2018

Einmal mehr publiziert der Verein für eine offene Kirche (?) einen reis­serischen und anonymen Lesebrief im «Volksblatt». Gerne hätte ich gewusst, wer diese Person ist, die solche Bosheiten zu verbreiten weiss. (Ich werde ja auch meinen Namen angeben und nicht nur schreiben: Ein Katholik aus Balzers). Dass Schweigen in gewissen Situationen angebracht ist, können wir von Jesus Christus lernen. Bei den Verhören am Tag seiner Kreuzigung hat ER souverän geschwiegen. Auf das hat der Herr Erzbischof in seinem Hirtenbrief unter anderem hingewiesen. Man muss nicht überall seine Meinung kundtun, was natürlich auch ich befolgen müsste. Der Verein für eine offene Kirche tut es auch nicht. Im Gegenteil: In verleumderischer Weise diskreditiert der Verein einmal mehr die Priester in unserem Land. So schlecht, wie es der Verein darstellt, wird die Seelsorge in den Gemeinden sicher nicht wahrgenommen. Vielleicht kann mir aber ein Mitglied des Vereins Ratschläge geben, wie ich die Seelsorge in Balzers verbessern könnte. Dafür wären ich und die Balzner wirklich dankbar. Auch wenn der Verein Papst Franziskus zitiert, tut er es sektiererisch: Der Heilige Vater spornt uns alle (nicht nur die Bischöfe und Priester) an, den Glauben wirklich zu leben und ihn zu verkünden. Er mahnt uns zum Beispiel, die Sonntagspflicht einzuhalten. Auch warnt er uns immer wieder vor der List des Satans, der uns Menschen zur Sünde verführt. Solche Aussagen des Papstes kann man von dem Verein nie hören. Er pikt sich gerade das heraus, was zur sektiererischen Tendenz des Vereins passt. Für mich war und ist der Verein für eine offene Kirche (?) eine Sekte!

Pirmin Zinsli,
Kaplan in Balzers

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