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Leserbrief

Aktiver Arbeitsweg fördert Gesundheit

Verkehrs-Club Liechtenstein (VCL) | 14. März 2018

«Ein Drittel weniger Krankheitstage durch moderate körperliche Bewegung auf dem Weg zur Arbeit», sagt die Studie «Mobilität und Gesundheit» von EcoLibro und der AG Mobilitätsforschung der Uni Frankfurt. Es wurden über 2300 Berufstätige nach ihrer Verkehrsmittelwahl auf dem Arbeitsweg und ihrer Gesundheit befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen, die ihren Arbeitsweg ganzjährig aktiv gestalten (zu Fuss gehen, Fahrrad fahren) im Durchschnitt ein Drittel weniger Krankheitstage beziehen als die übrigen Arbeitskräfte. Zudem haben sie einen niedrigeren BMI-Wert, ein höheres Wohlbefinden und ein deutlich geringeres Risiko, langzeitig zu erkranken. (www.ecolibro.de/de/forschung/)
Die Integration einer moderaten körperlichen Aktivität in die alltägliche Routine stellt einen Schlüsselfaktor dar. Die Entwicklung von gesunden Verhaltensmustern ist eine Chance und Herausforderung für viele Menschen, die ihre Arbeit weitgehend sitzend ausüben. Eine gute Möglichkeit für die Einbindung von Bewegung in den Alltag bietet der Arbeitsweg: Wer zweimal am Tag den Arbeitsweg zu Fuss oder per Velo zurücklegt, nutzt die Chance, die aktive Betätigung in die eigenen Routinen einzubauen. Die Länge der Arbeitswege würde es einem Grossteil der Berufstätigen bei entsprechendem Willen und Bewusstsein erlauben, diese Chance zu nutzen.
Durch Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) mit Anreizen zur Nutzung aktiver Verkehrsmittel auf dem Arbeitsweg können Unternehmen die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter signifikant und dauerhaft verbessern. Zudem können sie Personalkosten einsparen sowie die Zufriedenheit der Mitarbeiter steigern. Dies sind klare Wettbewerbsvorteile. Heute nutzen leider noch zu wenige Unternehmen diese Chance! Die Regierung schreibt im BuA 12/2018 betreffend BMM für Unternehmen ab 50 Angestellte: «Die Auswirkungen auf die Gesundheit der Angestellten (verbesserte Gesundheit, wie weniger Krankheitstage), welche vor allem beim Umstieg vom motorisierten Verkehr auf das Fahrrad und vermehrtem zu Fuss gehen zu erwarten sind, konnten aufgrund des zeitlichen Rahmens der Postulatsbeantwortung nicht quantifiziert werden.» Diesem zentralen Aspekt der Arbeitsmobilität sollte unbedingt die nötige Aufmerksamkeit gewidmet werden. Wir fordern die Regierung auf, diese Informationen nachzuliefern.

Verkehrs-Club Liechtenstein (VCL)

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