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Leserbrief

Betroffen, aber nicht beteiligt

Angelika Vonlanthen Biedermann,Bildgass 60, 9494 Schaan | 8. März 2018

Ich teile das Schicksal vieler Ausländer, die hier in Liechtenstein seit Jahren ihren Lebensmittelpunkt haben. Viele von uns fühlen sich gut bis sehr gut integriert und wir leben gerne in diesem Kleinstaat. Wir Ausländer sind eine sehr heterogene Gruppe, die Meinungen zur doppelten Staatsbürgerschaft sind entsprechend vielfältig, wie man auch aus den Wortmeldungen der vergangenen Wochen entnehmen konnte. Das ist okay.
Mir selber wurde die Schweizerische Staatsbürgerschaft in die Wiege gelegt. Und ja, mir bedeutet sie etwas. Seit 15 Jahren lebe ich nun mit meiner Familie in Liechtenstein, trage Entscheidungen mit und bin von jeder einzelnen betroffen. Ich persönlich bin zufrieden und schätze es sehr, in diesem sicheren Land leben zu dürfen. Mir scheint es zwar relativ inkonsequent zu sein, dass für gebürtige Liechtensteiner die doppelte Staatsbürgerschaft völlig unproblematisch ist, jedoch eine Einbürgerung in Liechtenstein nur mit dem Verzicht auf die bisherige Staatsbürgerschaft möglich ist, doch mir fehlt der Liechtensteiner Pass nicht zu meinem Glück. Für mich ist die politische Mitbestimmung und Beteiligung das Ziel. Nicht der Liechtensteiner Pass. Mit einer doppelten Staatsbürgerschaft wäre zwar diese Beteiligung klar und relativ leicht zu regeln. Doch es ist nicht der einzige Weg.

Angelika Vonlanthen Biedermann,
Bildgass 60, 9494 Schaan

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