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Leserbrief

«Einen Still-Druck gibt es mitnichten»

Tamara Beck,Arinstrasse 15, Sevelen | 23. Februar 2018

Zum «Volksblatt»-Interview mit der Stillberaterin Inge de Beus, erschienen am 22. Februar:
Als Mitglied der erwähnten Facebook-Gruppe «Stillen Schweiz» ist das «Watson»-Debakel nicht an mir vorbeigegangen. Die Gruppe ist eine der wertvollsten ihrer Art und hat bereits sehr vielen stillenden Müttern grosse Unterstützung geleistet – und das zu jeder Tages- und Nachtzeit, frei Haus. Einen Still-Druck gibt es mitnichten, es wird lediglich sachlich nach Gründen gefragt, wenn jemand abstillen möchte, weil vielen Frauen das Wissen fehlt, dass ein Weiterstillen im Fall XY problemlos möglich wäre. Ein unnötiges Abstillen soll vermieden werden. Darüber hinaus werden die Frauen in der Gruppe auch beim Abstillen unterstützt und mit wertvollen Tipps versorgt. Die Stillberaterinnen der Gruppe sind buntgemischt aus IBCLC, DAIS und LLL. Leider wirkt die Aussage aus dem Interview abwertend in Bezug auf die Ausbildung der LLL-Beraterinnen. Diese Beraterinnen haben zwar nicht zwingend einen medizinischen Hintergrund, dafür aber alle selbst gestillt und verfügen über einen grossen, eigenen Erfahrungsschatz, was bei der ­IBCLC wiederum nicht Voraussetzung für die Ausbildung ist. Die LLL-Beraterinnen amtieren allesamt ehrenamtlich und waren auch mir beim Stillen meiner 3 Kinder über das Wochenbett hinaus immer eine Hilfe.
Übrigens: Warum wurde keine der regionalen Stillberaterinnen befragt? Es gäbe genug.

Tamara Beck,
Arinstrasse 15, Sevelen

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